Freitag, 04.04.2014

Vor Ort statt Vorort

Indiens Wirtschaft erholt sich nur langsam. Vergünstigungen für exportorientierte Mittelständler erleichtern den Markteinstieg auf dem Subkontinent.

Auf 15 Mann ist das Team von Sebastian Zang am indischen Unternehmensstandort in Bangalore bereits angewachsen - und das binnen zwei Jahren. Der IT-Unternehmer aus dem unterfränkischen Bad Brückenau hat gemeinsam mit einem Partner das Unternehmen Categis aufgebaut, das mittlerweile auch erfolgreich...

Info

Steuervergünstigungen ausnutzen

Die exportorientierte Einheit (EOU) im Überblick


Vorteile

  • zollfreier Import oder Inlandsbezug von Maschinen, Anlagen, Halbfertigwaren oder Rohmaterialien zur Weiterverarbeitung; auch gebrauchte Güter
  • Import der Ware durch Selbstzertifizierung
  • Befreiung von den Ertragssteuern samt Mindestbesteuerung
  • keine Verbrauchssteuern
  • überall in Indien möglich, keine örtlichen Beschränkungen
  • freie Repatriierung von Gewinnen


Voraussetzungen

  • Gründung einer eigenen lokalen Gesellschaft (100 Prozent ausländische Anteilseigner möglich)
  • Minimuminvestment von 10 Millionen Rupien (ca. 120.000 Euro), Ausnahmen für bestimmte Branchen
  • möglich für produzierende Unternehmen und Dienstleister, nicht aber für reine Handelsunternehmen
  • Aufnahme der Geschäftstätigkeit binnen drei Jahren nach Genehmigung
  • Genehmigung gilt für fünf Jahre; Verlängerung um weitere fünf Jahre möglich


Herausforderungen

  • Export von 100 Prozent der erzeugten Waren
  • Nettoexportüberschuss über einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren
  • Möglichkeit, gegen Zahlung einer Gebühr bis zu 50 Prozent der hergestellten Produkte auch auf dem indischen Markt zu veräußern
  • in manchen Gebieten Umweltprüfungen für die Betriebsgenehmigung erforderlich

Quellen: Export Promotion Council India, Foreign Trade Policy India