Dienstag, 22.05.2012
28.11.11 11:30

Verband warnt vor steigenden Stromkosten

Von Doris Hülsbömer

Der *Mittelstandsverbund ZGV* bemängelt eine Benachteiligung des Mittelstands durch die bevorstehende Netzentgeltvergünstigung für energieintensive Großunternehmen. „Steigende Stromkosten für den Mittelstand sollen der Großindustrie die Energiewende erleichtern“, sagte Hauptgeschäftsführer *Ludwig Veltmann*.

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(doh) Der Mittelstandsverbund ZGV bemängelt eine Benachteiligung des Mittelstands durch die bevorstehende Netzentgeltvergünstigung für energieintensive Großunternehmen. „Steigende Stromkosten für den Mittelstand sollen der Großindustrie die Energiewende erleichtern“, sagte Hauptgeschäftsführer Ludwig Veltmann. Mittelstand und Privathaushalte stünden vor höheren Strompreisen. Es sei paradox, wenn gerade die Unternehmen von den Netzgebühren befreit würden, die die Netze am meisten nutzen würden.

 

Änderung der Stromnetzentgeldverordnung

Im Zuge der Energiewende wurde eine Änderung der Stromnetzentgeldverordnung beschlossen. Demnach sind Großunternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von über zehn Gigawattstunden von den Netzgebühren befreit. Diese dürften nicht über Gebühr durch die Energiewende belastet werden, meinte die Bundesregierung. Das Unternehmen Meistro Energie errechnete, dass ein kleinerer Einzelhandelsbetrieb bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 30.000 Kilowattstunden mit zusätzlichen Stromkosten von rund 150 Euro im Jahr rechnen müsse. Auf einen mittleren Möbelfachhändler kämen jährlich rund 700 Euro Mehrkosten zu, wenn sein Stromverbrauch bei 500.000 Kilowattstunden liegt.

 

Quelle: Mittelstandsverbund – ZGV, Markt und Mittelstand

 

Bildquelle: Wikicommons

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:

 

Steigende Erzeugerpreise: Energie macht alles teurer

 

Mittelstand fürchtet steigende Energiekosten