Stresstest: Nur Hypo-Real-Estate fällt durch
(jok) Lediglich die Hypo Real Estate hat von den deutschen Banken den europaweiten Stresstest nicht bestanden. Wie Experten schon vor Veröffentlichung prognostiziert hatten, erreicht der verstaatlichte Immobilienfinanzierer die Kernkapitalquote von sechs Prozent nicht.
Postbank und NordLB bestehen mit einer Quote von 6,6 bzw. 6,2 nur knapp das Szenario, während die Landesbank Berlin (11,2), die Deutsche Bank (9,7) und die HSH Nordbank (9,7) den Test recht souverän durchlaufen haben.
Getestet wurden 91 europäische Banken, darunter 14 aus Deutschland. Bei dem Stresstest (Szenario 3: Crash am europäischen Staatsanleihenmarkt) wurde geprüft, ob die Banken über genügend Eigenkapital verfügen, wenn die europäischen Staatsanleihen weiter an Wert verlieren und, ob die Institute über genügend Eigenkapital verfügen, wenn die Konjunktur in der EU über einen zweijährigen Prognosehorizont wesentlich schlechter läuft, als von der Brüsseler Kommission veranschlagt. Keine Rolle spielte hingegen eine komplette Staatspleite.
Die Quote aller deutschen Institute im Einzelnen:
(Kernquote aktuell, Kernquote nach Stresstest-Szenario 3)
BayernLB: 10,9; 8,8
Commerzbank: 10,5; 9,1
Deka: 9,8; 8,4
Deutsche Bank: 12,6; 9,7
Postbank: 7,1; 6,6
DZ Bank: 9,9; 8,7
Helaba: 8,8; 7,3
HRE: 9,4; 4,7
HSH Nordbank: 10,5; 9,7
Landesbank Berlin: 13,3; 11,2
Landesbank Baden-Württemberg: 9,8; 8,1
NordLB: 7,5; 6,2
WestLB: 14,4; 7,1
Quellen: Bundesbank, Markt und Mittelstand
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