Dienstag, 22.05.2012
01.07.10 13:59

CO2-Barometer veröffentlicht

Von Stefanie Gerdsmeier

Deutsche Unternehmen sind nicht ausreichend für den EU-Emissionshandel gewappnet. Das ist das zentrale Ergebnis des *CO2-Barometers,* das zum zweiten Mal von der *KfW Bankengruppe* und dem *Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)* veröffentlicht wurde.

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(stg) Deutsche Unternehmen sind nicht ausreichend für den EU-Emissionshandel gewappnet. Das ist das zentrale Ergebnis des CO2-Barometers, das zum zweiten Mal von der KfW Bankengruppe und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht wurde.

Ab 2013 werden Emissionszertifikate nicht mehr kostenlos ausgegeben, sondern versteigert. Zwei Drittel der Befragte gaben an, sich noch nicht mit den möglichen Kosten auseinandergesetzt zu haben. „Die Unternehmen sollten dringend mit den internen Vorbereitungen für die nächste Phase des EU-Emissionshandels beginnen und ihre Unternehmensstrategien anpassen“, rät deswegen Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW.

 

Außerdem sind viele Unternehmen schlecht informiert und haben keine internen Strukturen aufgebaut, um ihr Carbon Management effizient zu gestalten. Deswegen seien in vielen Unternehmen Einsparmöglichkeiten des Emissionshandels auch noch nicht ausgeschöpft.

 

Laut CO2-Barometer werden besonders Kleinemittenten durch die im Rahmen des EU-Emissionshandels auf sie zukommenden Kosten deutlich stärker belastet als Unternehmen, die größere CO2-Mengen emittieren. Dazu gehören beispielsweise Kosten für das Berichtswesen, für die Verifizierung der erhobenen Daten sowie für die Identifizierung von Vermeidungsoptionen und die Beschaffung von Marktinformationen. ZEW-Experte Dr. Andreas Löschel meint: „Eine Einbindung des Klimaschutzes in Unternehmensabläufe findet daher insbesondere bei Kleinemittenten häufig nicht statt. Dieses Ergebnis des aktuellen KfW/ZEW CO2-Barometers zeigt, dass sich die erwünschte Wirkung des EU-Emissionshandels im Sinne einer kostengünstigen Vermeidung von Treibhausgasen derzeit noch nicht richtig entfalten kann.“

 

Quelle: KfW, Markt und Mittelstand