Donnerstag, 17.05.2012
06.02.12 16:25

Solarwirtschaft in der Krise

Ende einer Vorzeigeindustrie

Von Joachim Kary

Eigentlich sollte es der deutschen Solarindustrie doch gut gehen. Der Atomausstieg ist beschlossen und genügend Subventionen hat die deutsche Vorzeigeindustrie in den vergangenen Jahren auch erhalten. Doch alles ist anders.

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Um satte 40 Prozent sind die Solarmodulpreise gefallen. Noch vor einem Jahr argumentierten die Solarchefs, dass ihre Unternehmen über dem Markt wachsen, ihre Module immer leistungsfähiger werden und Solarstrom schon bald mit dem Strom aus Atom in Sachen Preis konkurrenzfähig sei.

Alles richtig, nach wie vor. Die Konkurrenz kommt aus Asien. Sie produzieren die Module günstiger und überschwemmen den deutschen Markt damit. Mittlerweile wachsen die Firmen nicht mehr über dem Markt und haben echte Probleme, denn die Module aus China sind anders als noch vor einigen Jahren konkurrenzfähig geworden.
Wer ist schuld daran? Der deutsche Mittelstand und zwar in doppelter Weise. Zum einem deshalb, weil deutsche Unternehmen ganze Solarfabriken sozusagen in Fertigbauweise nach Asien geliefert haben. Das ist ungewöhnlich, aber der Verkauf von Maschinen ist ein ganz normaler Prozess. So profitiert zumindest ein deutscher Wirtschaftszeig davon. Ein kleiner Trost.

Schuld an der Misere sind doch die Solarfirmen selbst. Sie haben es verpasst, ihre Produkte weiterzuentwickeln und ein Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln und das trotz Subventionen und politischer Rückendeckung. Leider eine Entwicklung, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt.


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