Konzentration auf das Wesentliche
Opels Krise
In Europa gilt die deutsche Produktivität derzeit als Maßstab für viele andere Länder. Doch ausgerechnet die deutsche Tochter des US-Autobauers General Motors fällt durch Misserfolge auf. GM hat die Existenzkrise überwunden, Opel aber enttäuscht noch immer – das muss Konsequenzen haben, heißt es aus Amerika. Dabei ist es nicht lange her, dass hierzulande über die Qualitätsmängel der Spritschlucker aus den USA gelästert wurde. Die Amis können keine Autos bauen. Dass es Opel schlecht ging, daran war vor allem Amerika Schuld.
Tatsächlich kann eine Tochter Fehler der Mutter schwer verhindern, doch bei allem Wirtschaftspatriotismus sollte nicht übersehen werden: Opels Fehler sind zuerst hausgemacht. Wer Einblicke in die Produktivität der Rüsselsheimer Zentrale hat, kann sich nur wundern: Opel leistet sich weiterhin zu viele unterbeschäftigte Mitarbeiter mit üppigen Gehältern. Kein Wunder, wenn die Mitarbeiter nicht verstehen, wie ernst die Lage ist.
Dabei hat sich bei Opel sehr viel getan: An der Zuverlässigkeit, die größte Schwäche post-Lopez – wurde gearbeitet, auch an Design und Technologie. Doch es wurde an so vielen Fronten zugleich gekämpft, dass der Marke ein klares Profil fehlt. Wofür steht Opel? Sportlichkeit, Nutzwert, Zuverlässigkeit, Design, Technologieführerschaft? Der Insignia war in punkto Design ein großer Wurf, war aber zu unpraktisch für das Flottengeschäft. Meriva und Zafira hingegen sind sehr praktisch, der Astra GTC erinnert an das alte Proll-Image, der Ampera soll Technologieführer sein. Solch ein bunter Strauß mag einem erfolgreichen Konzern mit vielen Marken – Beispiel VW – gut zu Gesicht stehen, aber eine einzelne Marke ist damit schnell überfordert. Für jeden etwas bedeutet schnell: Für niemanden wirklich.
Opel sollte sich von dem Anspruch, der aus der Golf-Klasse und anderen Zeiten stammt, verabschieden, ein VW-Konkurrent sein zu wollen. Konzentration auf das Wesentliche ist der Schlüssel zum Erfolg. Warum nicht einfach zuverlässige, praktische Autos bauen, die bezahlbar sind?
Rohstoffland Deutschland
Alle Welt spricht über die Verknappung der Rohstoffvorkommen. Die Industrie stöhnt unter stetig steigenden Preisen. Und doch: Selbst in Deutschland schlummern Rohstoffvorkommen, die auf Ihre Förderung warten. Mehr »
Veranstaltung: Die Kraft der Marke
Die Marke ist ein wichtiges Werkzeug für den Geschäftserfolg. Darüber, wie erfolgreiche Markenarbeit funktioniert, herrscht jedoch gerade im Mittelstand große Unsicherheit. Wie Mittelständler Marke erfolgreich einsetzen, erfahren sie am 24. Mai in Berlin beim Forum "B2B-Marke als Führungsinstrument" des Instituts für Markenkommunikation (IMK). Weitere Infos >>
Studie zu ESUG
Aktuelle Ausgabe
Titel: Frontbericht aus der Solarbranche
weitere Themen u.a.
- Wie Sie im Notfall die Kontrolle behalten
- Erfolge und Misserfolge bei Mittelstandsanleihen
- Trends in der Verpackungstechnik
- Retourenmanagement verbessern
- Neue Produkte launchen - So begeistern Sie den Markt
- Drei Firmen zeigen, wie sie E-Procurement einsetzen
- Mehr »