Donnerstag, 17.05.2012
19.12.11 13:03

Innovationen

Think big!

Von Stefanie Senfter

Eine aktuelle Studie aus den USA hat ergeben, dass große Unternehmen die besseren Innovatoren sind. Warum der Mittelstand die Studie nicht als Beleidigung, sondern als Anreiz sehen sollte, erklärt Markt und Mittelstand-Redakteurin Stefanie Senfter.

 

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Michael Mandel, Chefökonom des Progressive Policy Institute in den USA, hat eine Studie zur Frage herausgebracht, ob kleine oder große Unternehmen die besten Innovatoren sind. Das Ergebnis: Die großen sind cleverer. Weil Wachstum sich besser ausbreiten kann, wenn das Kernunternehmen die Fähigkeit hat, im Innovationsumfeld die technische Führung zu übernehmen. Weil die Unternehmen in Zeiten der Globalisierung fähig sein müssen sich gegen wachsende Unternehmen aus Schwellenländern zu stemmen, die den Staat hinter sich stehen haben. Die Größe macht`s also!?

 

Sich darauf auszuruhen, wäre für die Politik bequem. Denn dann müsste man nur noch die Großen fördern, denn nur sie haben ja die nötige Durchsetzungskraft, um mit Innovationen wachsen zu können. Fakt ist: Die Studie relativiert die Aussage, dass kleine Unternehmen innovativer und damit erfolgreicher sind als große. Denn Innovationen allein helfen nicht zum Erfolg.

 

Große Unternehmen haben den Vorteil, dass sie im Kampf um Know-how und Ressourcen vor dem Mittelstand liegt. Aber sie haben auch mit mehr Bürokratie zu kämpfen. Der Vorteil der kleinen Unternehmen liegt in ihrer Dynamik. Es kommt nicht darauf an, wie groß ein Unternehmen ist, sondern wie schnell es wächst und es sich an das Wachstum anpassen kann. Dann kann es auch die Innovationshürden nehmen und hat die nötige Durchsetzungskraft.

 

Zudem bringt die Flexibilität gute Ideen hervor, die Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für Tempo und Erfolg der Innovationen. Das macht gute Innovatoren aus. Und jedes erfolgreiche, kleinere Unternehmen wird früher oder später auch groß. Also Mittelstand: Think big!

 

 

 

 

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