Europäische Staatsschulden in chinesischer Hand
Zahlmeister China
China hat eine neue Runde in der Weltpolitik eingeläutet. Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao stellt eine „größere Beteiligung“ am Euro-Rettungsschirm in Aussicht. Bisher waren die Chinesen sehr zurückhaltend bei diesem Thema. Schon mehrmals wurde eine mögliche Beteiligung der Chinesen am europäischen Schuldendilemma diskutiert. Das Land mit den größten Devisenreserven weltweit ist als Finanzier gefragt.
Im Gegenzug rücken die USA und Europa mehr und mehr in die Defensive. In diesem Jahr beläuft sich der Fehlbetrag im amerikanischen Staatshaushalt auf 1,33 Billionen Dollar. In Europa ist das Bild genauso düster. Über 10 Billionen Euro betragen die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder. Der immense Schuldenberg begrenzt die Handlungsspielräume in den USA und Europa.
Die Zahlen diktieren den zukünftigen Handlungsspielraum. Ganz in Ruhe beobachtet die chinesische Politik das Schuldendilemma. Zug um Zug bauen die Chinesen ihren internationalen Einfluss aus. Während es vor kurzem noch als abwegig erschien, den Renminbi in den nächsten Jahrzehnten als internationale Leitwährung zu sehen, wird auch dieses Szenario wahrscheinlicher. Chinas Aufstieg zu einer Weltmacht ist nicht mehr aufzuhalten. Es wird Zeit, zu überprüfen, welcher politische und ökonomische Spielraum damit für uns verlorengeht. Und welcher politische Einfluss sich für China auf die westlichen Demokratien ergeben wird.
Schwer vorstellbar ist zwar, dass Chinesen eines Tages mit einem massiven Verkauf von Staatsanleihen drohen könnten, wenn ihnen die politischen Argumente ausgehen sollten. Denn eine aktive Drohgebärde ist ihnen fremd. Alle Parteien sollen ihr Gesicht wahren können. Doch sicher wird das finanzielle Engagement ihre politische Machtposition beim Abbau von Handelshemmnissen oder bei der Abwehr demokratischer Forderungen stärken. Denn wer zahlt, hat immer die besseren Argumente.
Rohstoffland Deutschland
Alle Welt spricht über die Verknappung der Rohstoffvorkommen. Die Industrie stöhnt unter stetig steigenden Preisen. Und doch: Selbst in Deutschland schlummern Rohstoffvorkommen, die auf Ihre Förderung warten. Mehr »
Veranstaltung: Die Kraft der Marke
Die Marke ist ein wichtiges Werkzeug für den Geschäftserfolg. Darüber, wie erfolgreiche Markenarbeit funktioniert, herrscht jedoch gerade im Mittelstand große Unsicherheit. Wie Mittelständler Marke erfolgreich einsetzen, erfahren sie am 24. Mai in Berlin beim Forum "B2B-Marke als Führungsinstrument" des Instituts für Markenkommunikation (IMK). Weitere Infos >>
Studie zu ESUG
Aktuelle Ausgabe
Titel: Frontbericht aus der Solarbranche
weitere Themen u.a.
- Wie Sie im Notfall die Kontrolle behalten
- Erfolge und Misserfolge bei Mittelstandsanleihen
- Trends in der Verpackungstechnik
- Retourenmanagement verbessern
- Neue Produkte launchen - So begeistern Sie den Markt
- Drei Firmen zeigen, wie sie E-Procurement einsetzen
- Mehr »