Samstag, 11.02.2012
Finanzierung
07.09.10 14:22

Mittelstand in der Krise stabiler als Großunternehmen

Von Andrea Martens

Mittelständische Firmen mussten 2009 geringere rezessionsbedingte Herabstufungen ihrer Bonität hinnehmen als große Unternehmen. Dies teilt die Wirtschaftsauskunftei *Creditreform*, Neuss, mit. Insgesamt sei der Anteil der Unternehmen mit sehr schwacher Zahlungsfähigkeit seit Rezessionsbeginn allerdings um 6,4 Prozent gestiegen. 113.000 Firmen seien insolvenzgefährdet.

(anm) Mittelständische Firmen haben sich in der Krise tatsächlich als Rückgrat der deutschen Wirtschaft erwiesen. Sie mussten 2009 geringere rezessionsbedingte Herabstufungen ihrer Bonität hinnehmen als große Unternehmen, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Neuss, mitteilt. Mit den Bonitätsurteilen bewertet Creditreform die Fähigkeit von Unternehmen, ihren Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen. Während die Bonitätsnoten bei den Großen in der Spitze binnen eines Quartals um vier Punkte heruntergestuft wurden, belief sich die Verschlechterung im Mittelstand auf lediglich einen Zähler. Sowohl die Dimension als auch die Geschwindigkeit der Bonitätserosion habe in mitteleren Firmen während der gesamten Krise nicht das Ausmaß erreicht, das bei Großunternehmen zu sehen war.

 

Insgesamt haben sich die deutschen Unternehmen laut Creditreform vom Krisenschock erholt. Die Boniäten hätten jedoch schwer gelitten. Der Anteil der Firmen, denen die Neusser eine sehr schwache Bonität bescheinigen, liegt derzeit bei 3,46 Prozent. Damit werden 113.000 von 3,3 Millionen Unternehmen als insolvenzgefährdet eingestuft. Im Vergleich zu 2009 hat sich der Anteil zwar um 1,7 Prozent verringert. Seit Beginn der Rezession ist er aber um 6,4 Prozent gestiegen.

 

Quelle: Creditreform, Markt und Mittelstand

 

 

 

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