Gebäudesanierung
Weniger Mittel für KfW
Bildquelle: Wikicommons
Für die Gebäudesanierung werden in diesem Jahr zunächst nur 900 Millionen Euro statt der ursprünglich festgesetzten 1,5 Milliarden Euro vom Bundesfinanzministerium freigegeben. Dies bestätigte die Bundesregierung auf eine Anfrage der bau- und wohnungspolitischen Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Daniela Wagner. Die Immobilienwirtschaft beklagt einen Mangel an Planungssicherheit.
Konsequenzen noch offen
„Die Wohnungs- und Immobilienunternehmen können Entscheidungen für eine energetische Sanierung nur treffen, wenn sie Planungssicherheit und eine verlässliche Mittelausstattung der Förderprogramme haben“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. In den vergangenen Monaten hatte Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) die 1,5 Milliarden Euro mehrmals bestätigt. Grund für die Finanzierungslücke sind geringere Einnahmen aus der Versteigerung von Kohlendioxid-Emissionszertifikaten. Die KfW sagte auf Anfrage gegenüber Markt und Mittelstand, dass momentan nicht absehbar sei, ob und inwieweit sich daraus Konsequenzen für das Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren" ergeben werden. Auch das Bundesbauministerium zeigt sich zurückhaltend: "Wir stehen in Verhandlungen mit dem Finanzministerium und gehen davon aus, dass wir die zugesagten Gelder erhalten", sagte ein Sprecher auf Nachfrage.
Starke Nachfrage nach Förderprogrammen
2011 lag das Gesamtfördervolumen der KfW Bankengruppe bei 70,4 Milliarden Euro. Im Mittelpunkt der Förderung stehen Umwelt- und Klimaschutz sowie die Mittelstandsförderung. Dafür stellte das Finanzinstitut 22,8 Milliarden im Jahr 2011 bereit. Dies entspricht einem Anteil von 32 Prozent an der gesamten Förderung.
Quellen: F.A.Z., KfW, Markt und Mittelstand