Dienstag, 22.05.2012
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21.09.11 18:31

Brasilien: Autoverkäufe verdoppeln sich bis 2020

Von Stefanie Gerdsmeier

Dass sich die Zahl der verkauften Autos in Brasilien bis 2020 verdoppeln dürfte geht aus einer Studie der Unternehmensberatung *Roland Berger* hervor. 6,6 Millionen Fahrzeuge sollen dann im Jahr verkauft werden. Internationale Automobilhersteller und Zulieferer profitieren.

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(stg) Dass sich die Zahl der verkauften Autos in Brasilien bis 2020 verdoppeln dürfte geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. 6,6 Millionen Fahrzeuge sollen dann im Jahr verkauft werden. Internationale Automobilhersteller und Zulieferer profitieren.

 

Premiumfahrzeuge zunehmend nachgefragt

Die Wirtschaft in Brasilien floriert, die Einwohner werden wohlhabender und kaufen mehr Pkw. Aber auch die Ansprüche der Käufer ändern sich: Ein Nachfrageanstieg ist im Premiumsegment zu verzeichnen. Im Jahr 2014 sollen bis zu einer Million Premiumfahrzeuge in Brasilien verkauft werden. 2006 wurden gerade einmal 150.000 Fahrzeuge in diesem Segment verkauft, 2010 stieg die Zahl bereits auf 670.000 Stück. Für die von dieser Entwicklung profitierenden Automobilhersteller und Zulieferer gilt allerdings: hohe Investitionen in vielen Bereichen der Wertschöpfungskette sind notwendig, denn eine mangelhafte Automation und eine niedrige Produktivität treiben derzeit die Produktionskosten in die Höhe. Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit wird hierdurch eingeschränkt.

 

Bei dem andauernden Wachstum könnte Brasilien allerdings schon in vier Jahren zum drittgrößten Pkw-Markt der Welt aufgestiegen sein. Größere Märkte bieten nur China und die USA.

 

Besonders für die Zuliefer- und Nutzfahrzeugbranche bietet der wachsende brasilianische Markt beste Chancen. Bis 2015 rechnen die Experten mit einem Wachstum von acht Prozent jährlich im Bereich der Nutzfahrzeuge. Bei den Zulieferern gehen sie bis 2020 von einem Plus von bis zu 13 Milliarden Euro an zusätzlichem Umsatz aus.

 

Dumpingpreise aus Asien

Im Billigsegment drängen Konkurrenten aus China und Indien auf den Markt. Ihre Preise lägen bis zu 30 Prozent unter den üblichen Angeboten. Bis 2020 könnten sie einen Marktanteil von rund zehn Prozent erobern. Die Marktführer aus Europa und den USA dürften die Konkurrenz deutlich zu spüren bekommen, schätzen die Experten. Lag ihr Produktionsanteil 2007 noch bei 84 Prozent, gehen die Experten für das Jahr 2015 nur noch von einem Anteil von 70 Prozent aus.

 

Quellen: Markt und Mittelstand, Roland Berger

Bildquelle: www.sxc.hu

 

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