Ausrüstungsinvestitionen im Schneckentempo
Investitionen in Maschinen und Anlagen werden bis Ende des Jahres nicht die Ein-Prozent-Grenze überschreiten, dies berichtet das ifo Institut München. Gleichzeitig sagt das ifo eine langfristige Zunahme von Inlandsinvestitionen voraus. Die Finanz- und Eurokrise haben Kapitalexporte zu riskant gemacht.
Im April 2010 erreichte die Investitionsgüternachfrage 79,9 Prozent, eine Steigerung von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen sind noch weit entfernt vom April 2008 (86,9 Prozent) oder vom April 2007 (88,1 Prozent). Nach dem starken Rückgang in 2009 wurde aufgrund von schwachen Auslastungen der Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe primär nur in Ersatzbeschaffung investiert. Jedoch ist ein schleichender Aufwärtstrend zu verzeichnen. Das ifo Institut prognostiziert einen Anstieg von zwei Prozentpunkten im ersten Halbjahr 2011. Dies ergab sich aufgrund einer Befragung von deutschen Leasing-Unternehmen.
Quelle: Ifo Institut für Wirtschaftsforschung – Universität München