Donnerstag, 17.05.2012
Produktion & Technologie
06.12.11 12:02

Forschungs-Ausgaben gestiegen

Von Stefanie Senfter

46,93 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im Jahr 2010 in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind 3,7 Prozent mehr als noch 2009, wie der *Stifterverband für die Wissenschaft* mitteilte. Damit bleibt der Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch mit 1,89 Prozent auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

 

Kommentare
Forschungs-Ausgaben gestiegen

(sts) 46,93 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen im Jahr 2010 in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind 3,7 Prozent mehr als noch 2009, wie der Stifterverband für die Wissenschaft mitteilte. Damit bleibt der Anteil der FuE-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch mit 1,89 Prozent auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

 

Quote fast erfüllt

 

Zusammen mit den staatlichen Aufwendungen beläuft sich die Quote am BIP auf rund 2,82 Prozent. Im Jahr 2012 sollen die FuE-Investitionen der deutschen Unternehmen nochmals leicht steigen. Der Stifterverband erwartet ein Volumen von 49,9 Milliarden Euro. Auch das FuE-Personal wurde aufgestockt. Die Zahl der Ingenieure, Laboranten und Naturwissenschaftler in den Forschungslaboren der Unternehmen wuchs 2010 um 1,4 Prozent auf 337.000 Mitarbeiter.

 

Der Investitionszuwachs für Forschung und Entwicklung zeigt sich für die verschiedenen Branchen unterschiedlich. Besonders positiv zeigte sich der Kraftfahrzeugbau mit einem Plus von 7,2 Prozent. Rund ein Drittel der FuE-Ausgaben im Jahr 2010 fielen auf den Fahrzeugbau. Ebenfalls zulegen konnten Maschinenbau und Elektrotechnik. Dagegen haben Chemie und Pharmazie ihre FuE-Investitionen gegenüber dem Vorjahr heruntergefahren.

 

Japan liegt schon über 3 Prozent

 

“Deutschland steht gut da, aber Europa hat das Lissabon-Ziel nicht erreicht”, sagte Stifterverbandspräsident Arend Oetker. Im Jahr 2000 hatten die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart, im Jahr 2010 europaweit mindestens drei Prozent des BIP für FuE aufzuwenden. In Europa lag die FuE-Quote aber bei 1,9 Prozent. Wohingegen zum Beispiel Schweden, Finnland, Japan oder Korea über den 3 Prozent liegen.

 

Für die Studie wurden 2.300 Unternehmen befragt. Die Untersuchung wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt.

 

Quellen: Stifterverband für die Wissenschaft, Markt und Mittelstand: Bild: sxc.hu

 

Lesen Sie zum Thema Forschung und Entwicklung auch:

 

Mittelstand profitiert nicht von neuen Ideen

 

Deutschland ist Top-Innovationsstandort

 

Wie die erfolgreichsten Unternehmer Ideen finden