Donnerstag, 17.05.2012
Produktion & Technologie
10.02.12 10:30

Baumaschinenindustrie

Mehr Investitionen, mehr Umsatz

Von Axel Rose

Deutsche Baumaschinen sind weltweit gefragt. Im Jahr 2011 konnte die Branche ihren Umsatz um 17 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro steigern, berichtet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA). Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Anstieg um rund fünf Prozent gerechnet.

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Mehr Investitionen, mehr Umsatz

Bildquelle: Siemens

Mehr Investitionen, mehr Umsatz

Bildquelle: Siemens

„2011 haben unsere Kunden einfach wieder mehr investiert", begründet Johann Sailer, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen, die positive Branchenentwicklung. Vor allem die Baumaschinenvermieter hätten bisher zurückgehaltene Investitionen nachgeholt.

 

Wachstum wohin man blickt
Der heimische Markt trug in hohem Maße zum guten Branchenergebnis bei. Insgesamt wurden 2011 im Inland Maschinen im Wert von 3,3 Milliarden Euro abgesetzt. Das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber auch das Ausland bestellte im vergangenen Jahr wieder mehr Maschinen. Wichtigste Absatzmärkte waren Frankreich, Russland, die USA sowie China als weltgrößter Markt. Vor allem der russische Markt boomte. Die Unternehmen konnten doppelt so viel absetzen wie im Jahr zuvor. Aber auch Polen (+41%) sowie auf geringerem absoluten Niveau die Türkei (+110%), zeigten ein bemerkenswertes Wachstum. Insgesamt exportierte die Branche 2011 Bau- und Baustoffmaschinen mit einem Volumen von 9,3 Milliarden Euro. Das sind 17 Prozent mehr als 2011.

 

Flexibilität und Kreativität erforderlich
Während die BRIC-Staaten als Wachstumstreiber nach wie vor intakt sind, dürfte im Inland 2012 ein geringeres Wachstum zu Buche stehen als im Vorjahr. Positive Auftragszahlen lassen aber auf eine Fortsetzung des Gesamttrends hoffen. Trotzdem gilt es einige Herausforderungen zu meistern: Zum einen erfordern die immer kürzer werdenden Konjunkturzyklen von den Unternehmen mehr Flexibilität, sowohl in der Produktion als auch in der Organisation. Das kostet Geld und bedeutet einen immensen Aufwand. Gleichzeitig ächzt die Industrie unter außergewöhnlichen Kostenbelastungen durch immer neue Vorschriften. Um EU-Vorgaben wie die neue EU-Abgasstufe IIIB einzuhalten, mussten die Betriebe zum Teil komplett neue Maschinen entwickeln und produzieren. „Mit unserer Kreativität und Innovationskraft schaffen wir es aber, diese außerordentlichen Kostenbelastungen ordentlich zu managen", ist Sailer überzeugt.

 

Quelle: VDMA, Markt und Mittelstand