Donnerstag, 17.05.2012
Strategie & Personal
22.02.12 08:34

Mehr Ältere arbeiten

Alte Belegschaft, erfolgreiche Firma

Von Stefanie Gerdsmeier

Deutsche Unternehmen haben immer mehr ältere Mitarbeiter. Wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen mitteilte, ist die Erwerbstätigenquote der 60- bis 63-Jährigen seit 2010 auf 40,8 Prozent gestiegen. Mittelständler sieht sie in der Pflicht.

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Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Erwerbstätigenquote in Deutschland damit um mehr als zwei Prozent an. Damit nimmt Deutschland im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz ein.

Ein weiterhin bestehendes Problem ist, dass Arbeitslose über 55 Jahren kaum zurück in Arbeit finden.  Wichtig sei jedoch auch, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen nicht ausreichend in Gesundheit und Weiterbildung ihrer alternden Mitarbeiter investieren. Von der Leyen wies darauf hin, dass die Produktivität eines Unternehmens sich um gut 0,5 Prozent erhöhe, wenn der Anteil der Beschäftigten zwischen 45 und 50 Jahren an der Gesamtbelegschaft um einen Prozentpunkt steige. Wenn es altersgerechte Arbeitsplätze im Betrieb gebe, steigt die Produktivität sogar um zwei Prozent. Das ergab eine aktuelle ZEW-Studie.

In dem Wert von 40,8 Prozent sind auch nicht sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse enthalten. Ohne diese läge der Wert nur bei 25 Prozent. Trotzdem hält von der Leyen an der Einführung der Rente mit 67 fest. Der aktuelle Stand sei eine „Zwischenetappe auf dem langen Weg zur vollen Rente mit 67 im Jahr 2029“.

Quellen: F.A.Z., Markt und Mittelstand