Zehn-Punkte-Plan gegen Fachkräftemangel
Mit einem Zehn-Punkte-Plan der Bundesagentur für Arbeit lassen sich bis zum Jahr 2025 mehrere Millionen Arbeitskräfte sichern. Das geht aus der Studie Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland hervor, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Allein durch die Integration von Frauen in die Erwerbstätigkeit lassen sich rund 3 Millionen Vollzeitarbeitskräfte gewinnen.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Zurzeit gehen nur 55 Prozent der erwerbstätigen Frauen einer Vollzeitbeschäftigung nach, das ist der zweitniedrigste Wert in Europa. Ziel der Politik ist deshalb im Kampf gegen Fachkräftemangel, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Bis 2013 soll jedem dritten Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen, zudem sollen Betreuungseinrichtungen flexibler und länger geöffnet sein.
Auch die Ausbildung von Arbeitskräften muss verbessert werden. Jeder fünfte Ausbildungsvertrag wurde 2009 vorzeitig aufgelöst. Durch Mentorensysteme und gezieltes Training zur Konfliktlösung könnte die Abbrecherquote um 50 Prozent gesenkt werden. Mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 kann zudem das Potential der älteren Arbeitskräfte besser genutzt werden. Als weitere Maßnahme gilt die Anhebung der Wochenarbeitszeit von 42 Stunden pro Beschäftigten auf 44 Stunden.
Gesteuerte Zuwanderung
„Insgesamt wird sich das Problem aber ohne Zuwanderung nicht lösen lassen“, sagte Behördenvorstand Raimund Becker. Erst wenige Fachkräfte aus dem Ausland ziehen nach Deutschland, aber durch eine gesteuerte Zuwanderung können bis zu 800.000 Arbeitskräfte gewonnen werden. Einig sind sich Bund und Länder über die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse.
Quellen: F.A.Z., Markt und Mittelstand
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