Freitag, 28.07.2017
Vorsicht, Eindringling: Hacker und andere Cyber-Kriminelle werden für Unternehmen immer gefährlicher.

Foto: scyther5/Thinkstock/Getty Images

Vorsicht, Eindringling: Hacker und andere Cyber-Kriminelle werden für Unternehmen immer gefährlicher.

Personal
Zahlen der Woche

Cyber-Crime: Jedes zweite Unternehmen wurde schon Opfer

Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen wurde in den vergangenen zwei Jahren von Cyber-Kriminellen angegriffen. Fast alle großen Mittelständler bieten Lehrgänge zur Weiterbildung an. Außerdem in unseren Zahlen der Woche: Es gibt immer weniger Azubis.

War Ihr Unternehmen in den letzten 2 Jahren von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen? (in % der Unternehmen über 10 MA)

Quelle: Bitkom

Mindestens 53 Prozent …

… der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern waren in den vergangenen zwei Jahren nachweislich von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen. Weitere 26 Prozent der befragten Firmen gaben in einer Bitkom-Umfrage an, „vermutlich“ betroffen gewesen zu sein – konnten den Schaden jedoch weder  quallifizieren noch quantifizieren. Besonders im Fokus der Cyber-Kriminellen: Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern. In diesem Segment wurden zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) Opfer von Angriffen aus dem virtuellen Raum. 


Unternehmen, die Fortbildungslehrgänge anbieten (in %)

1.793 Euro …

… gaben Unternehmen im Jahr 2015 für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter im Durchschnitt aus. Freilich boten insgesamt nur 62 Prozent der deutschen Unternehmen laut dem statistischen Bundesamt überhaupt Lehrgänge an. Je größer das Unternehmen ist, desto besser ist das Angebot: Während von kleinen Unternehmen mit 10 bis 19 Mitarbeitern lediglich gut die Hälfte (52,6 Prozent) Lehrgänge anbot, waren es schon bei den größeren Mittelständlern (250 bis 499 Mitarbeiter) mit 94,8 Prozent fast alle. 


Tarifvertraglich vereinbarte Arbeitszeit (in Stunden pro Woche)

37,7 Stunden …

… beträgt die tariflich vereinbarte Arbeitszeit durchschnittlich pro Woche. Das hat die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung errechnet. In Ostdeutschland sieht der Tarifvertrag sogar noch eine Stunde mehr vor: Hier arbeiten die Werktätigen pro Woche durchschnittlich 38,7 Stunden, in manchen Branchen sogar 40 Stunden. 


Ausbildungsquote (Anzahl der Aauszubildenden pro 100 Beschäftigte)

5,1 Auszubildende …

… pro 100 Beschäftigte hat das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen für das Jahr 2015 errechnet. Das heißt, auf einen Azubi kommen knapp 20 Mitarbeiter. 1999 hatte die Ausbildungsquote noch bei 6,1 Auszubildenden pro 100 Beschäftigten gelegen. Besonders niedrig ist die Ausbildungsquote demnach in großen Unternehmen sowie in den ganz kleinen (mit 5 Mitarbeitern oder weniger). Hier liegt die Quote bei unter 5,0 – für die Forscher jene Grenze, ab der der Fachkräftemangel verschärft wird.

Info

Täglich erreichen uns Studien, Statistiken und Auswertungen. Wir wollen diese in Zukunft sammeln und im Wochentakt die wichtigsten, interessantesten und skurrilsten vorstellen. Hier finden Sie einen Überblick über die bisherigen Teile der Serie.