Mittwoch, 16.01.2013

Dennis Schmidt/diemedienschmie.

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Nicht nur bei Geschäftsreisen in Krisengebiete ist Riskomanagement das A und O. Auch in Europa können unvorhergesehene Situationen entstehen.

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Kaum Risikomanagement bei Geschäftsreisen

Nur wenige deutsche Unternehmen sind auf Flugausfälle oder Demonstrationen vorbereitet, wenn sie ihre Mitarbeiter auf Geschäftsreise schicken. Besonders kleine Unternehmen hinken hinterher.

Nur rund ein Viertel der Firmen verfügt über ein professionelles Risikomanagement. Dabei sind die Möglichkeiten, Mitarbeiter und sich selbst gegen Risiken zu schützen, breit gestreut. Sie reichen von der Unterstützung bei gestohlenen Papieren über einen jederzeit verfügbaren Ansprechpartner bis zum Auffinden einzelner Reisender im Notfall. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von „Travel Management Companies“ im Deutschen ReiseVerband (DRV). Angewiesen sind Firmen bei Geschäftsreisen auf ein professionalisiertes Reisebüro.

Route bei Geschäftsreise ändern

Wichtig ist der Untersuchung zufolge, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen, Geschäftsreisendem und Reiseunternehmen funktioniert. Dadurch sollen Firmen immer wissen, wo sich ihre Mitarbeiter aufhalten und welche Gefahren es in diesen Gebieten gibt. Sie sind damit in der Lage, frühzeitig zu reagieren und zum Beispiel die Route zu ändern oder die Geschäftsreise zu verschieben. Vor allem kleinere Unternehmen machen von diesen Möglichkeiten jedoch nur selten Gebrauch. Laut Studie verfügen nicht einmal 20 Prozent der Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern über ein solches Risikomanagement. Bei großen Firmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sind es mit 41 Prozent doppelt so viele.

 

Auch bei Reisen in Deutschland wichtig

Das Risikomanagement ist nicht nur bei einer Geschäftsreise in Krisengebiete wie Libyen oder den arabischen Raum wichtig. Auch in Deutschland können überraschende Ereignisse den Ablauf der Geschäftsreise stören, zum Beispiel im Falle von Unwettern oder plötzlichen Warnstreiks. Firmen sind gesetzlich zur Fürsorge gegenüber ihren Angestellten verpflichtet. Kommen sie dem nicht nach, drohen finanzielle und juristische Sanktionen sowie ein damit verbundener Imageschaden. Für die Studie „Chefsache Business Travel 2012“ wurden 222 Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung aus Unternehmen ab 300 Mitarbeitern befragt.