Montag, 07.08.2017
Personal
Wir sind Mittelstand

Kennen Sie das Sommerloch? (Teil 2)

Sommer in Deutschland: Viele Arbeitnehmer machen Urlaub, Betriebe schließen für ein, zwei Wochen. Wie mittelständische Unternehmer damit zurecht kommen, erzählen sie in unserer Rubrik „Wir sind Mittelstand“. Teil zwei zum Thema „Sommerloch“.

An der Börse fallen die Kurse, der  Arbeitsmarkt bricht ein und der Handel klagt über sinkende Umsätze. In der Zeit der größten Hitze in unserem Land gibt es ein saisonales Phänomen, das als „Sommerloch“ durch die Medien geistert.

Dabei ist das Klima tatsächlich nicht ganz unbeteiligt. Viele Arbeitnehmer machen Urlaub,  Betriebe schließen für ein, zwei Wochen. Das wirkt sich auf die Produktivität aus. Wie mittelständische Unternehmer damit zurecht kommen, beschreiben einige von Ihnen an dieser Stelle.

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Wolfgang Neff, Managing Director Market Unit Industrie & Dienstleister, BTC AG, Oldenburg:„Hacker machen keine Ferien und Cyberangriffe kennen kein Sommerloch. Man denke nur an die letzte RansomWare-Attacke „WannaCry“. Das war bisher eine der größten Attacke gegen die weltweite digitale Infrastruktur. Für uns als IT-Berater und Anbieter von Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen für mittelständische Betriebe heißt das, immer up to date zu sein – auch in der Urlaubszeit. Wir richten bei Unternehmen ein gut konfiguriertes Sicherheitsmanagement ein. So kann auch der IT-Administrator getrost in Urlaub fahren.“<b>Wolfgang Neff</b>, Managing Director Market Unit Industrie & Dienstleister, BTC AG, Oldenburg:<br>„Hacker machen keine Ferien und Cyberangriffe kennen kein Sommerloch. Man denke nur an die letzte RansomWare-Attacke „WannaCry“. Das war bisher eine der größten Attacke gegen die weltweite digitale Infrastruktur. Für uns als IT-Berater und Anbieter von Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen für mittelständische Betriebe heißt das, immer up to date zu sein – auch in der Urlaubszeit. Wir richten bei Unternehmen ein gut konfiguriertes Sicherheitsmanagement ein. So kann auch der IT-Administrator getrost in Urlaub fahren.“Wolfgang Ehrk, COO, Chiron Group, Tuttlingen:„Wir haben kein Sommerloch, aber eine betriebliche Sommerpause. Jedes Jahr im August steht die gesamte Produktion für 5 zwei Wochen still. Alle Mitarbeiter können sich dann voll auf ihre Ferien konzentrieren, sie müssen keinerlei Vertretung suchen oder für ihre Projekte erreichbar bleiben. Alle Unternehmensaktivitäten können deutlich besser aufeinander abgestimmt und organisiert werden. Unterm Strich ist die gemeinsame Sommerpause ein Gewinn für alle: Auch die Kunden sind informiert und die Auftragsbearbeitung in unseren Werken entsprechend vorgeplant und eingetaktet.“<b>Wolfgang Ehrk</b>, COO, Chiron Group, Tuttlingen:<br>„Wir haben kein Sommerloch, aber eine betriebliche Sommerpause. Jedes Jahr im August steht die gesamte Produktion für 5 zwei Wochen still. Alle Mitarbeiter können sich dann voll auf ihre Ferien konzentrieren, sie müssen keinerlei Vertretung suchen oder für ihre Projekte erreichbar bleiben. Alle Unternehmensaktivitäten können deutlich besser aufeinander abgestimmt und organisiert werden. Unterm Strich ist die gemeinsame Sommerpause ein Gewinn für alle: Auch die Kunden sind informiert und die Auftragsbearbeitung in unseren Werken entsprechend vorgeplant und eingetaktet.“Stephan Kraus, Managing Director DACH, prevero AG, München:„Absolut nein, eher das Gegenteil ist der Fall. In den Unternehmen ist es an der Tagesordnung, dass ständig neue Projekte entstehen, die mit Business Intelligence- und Corporate Performance Management-Software abgesichert werden. Hinzu kommt, dass gerade im Sommer alle vorbereitenden Maßnahmen für den ab Herbst stattfindenden Budgetierungszeitraum für das kommende Geschäftsjahr beginnen. Und an der Stelle sind integrierte Finanzplanungs- und Controllingtools natürlich ganz besonders gefragt.“<b>Stephan Kraus</b>, Managing Director DACH, prevero AG, München:<br>„Absolut nein, eher das Gegenteil ist der Fall. In den Unternehmen ist es an der Tagesordnung, dass ständig neue Projekte entstehen, die mit Business Intelligence- und Corporate Performance Management-Software abgesichert werden. Hinzu kommt, dass gerade im Sommer alle vorbereitenden Maßnahmen für den ab Herbst stattfindenden Budgetierungszeitraum für das kommende Geschäftsjahr beginnen. Und an der Stelle sind integrierte Finanzplanungs- und Controllingtools natürlich ganz besonders gefragt.“Ralf Ostheider, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsführung, etampa AG, Grenchen, Schweiz:„Absolut nein, eher das Gegenteil ist der Fall. In den Unternehmen ist es an der Tagesordnung, dass ständig neue Projekte entstehen, die mit Business Intelligence- und Corporate Performance Management-Software abgesichert werden. Hinzu kommt, dass gerade im Sommer alle vorbereitenden Maßnahmen für den ab Herbst stattfindenden Budgetierungszeitraum für das kommende Geschäftsjahr beginnen. Und an der Stelle sind integrierte Finanzplanungs- und Controllingtools natürlich ganz besonders gefragt.“<b>Ralf Ostheider</b>, Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsführung, etampa AG, Grenchen, Schweiz:<br>„Die Antwort ist ein klares Jein. Als Zulieferer für den Bereich Automotive, der wir unter anderem sind, müssen wir diese Frage mit ‚Ja‘ beantworten. Dort gibt es in den Sommermonaten teilweise nach wie vor den drei- bis vierwöchigen ferienbedingten Minderbedarf, den wir natürlich auch spüren. Andererseits kann ich mit einem klaren ‚Nein‘ antworten, weil die Nachfrage nach unseren Stanz- und Feinschneideteilen ungebrochen hoch ist, seit Monaten eher noch steigt und nicht an Jahreszeiten gebunden ist.“Rainer Downar, Executive Vice President Zentral Europa, Sage Group, Frankfurt am Main:„Digitalisierung kennt keine Pausen. Das hat für Unternehmen, die mit Informationstechnologie ihre Prozesse unterstützen und automatisieren, einen wichtigen Effekt: Auch wenn der Know-how-Träger eines Geschäftsprozesses in Urlaub ist, läuft das Geschäft weiter. Und wenn dann doch noch eine Unterschrift benötigt wird, helfen mobile Apps dabei, ein OK aus der Ferne zu erhalten. So bleibt nichts liegen und geht nichts im Sommerloch unter.“<b>Rainer Downar</b>, Executive Vice President Zentral Europa, Sage Group, Frankfurt am Main:<br>„Digitalisierung kennt keine Pausen. Das hat für Unternehmen, die mit Informationstechnologie ihre Prozesse unterstützen und automatisieren, einen wichtigen Effekt: Auch wenn der Know-how-Träger eines Geschäftsprozesses in Urlaub ist, läuft das Geschäft weiter. Und wenn dann doch noch eine Unterschrift benötigt wird, helfen mobile Apps dabei, ein OK aus der Ferne zu erhalten. So bleibt nichts liegen und geht nichts im Sommerloch unter.“ Christoph Lochmüller, Geschäftsführender Gesellschafter, Riedl Aufzugbau GmbH & Co. KG, Feldkirchen bei München:„Ein Sommerloch existiert im Aufzugbau nicht. Aufträge gibt es das ganze Jahr über für uns. Oft bekommen wir noch kurz vor den Ferien Ausschreibungen rein, weil jeder mit aufgeräumtem Schreibtisch in den Urlaub fahren möchte. Die öffentliche Hand möchte, dass Arbeiten in Schulen und Kindergärten nach den Ferien abgeschlossen sind. Die Urlaubszeit erschwehrt es uns leider oft, an alle Infos zu kommen, die wir von Architekten und Auftraggebern benötigen, um loslegen zu können. Doch unsere Monteure arbeiten lieber bei sommerlichen Temperaturen als bei Minusgraden auf der Baustelle.“<b>Christoph Lochmüller</b>, Geschäftsführender Gesellschafter, Riedl Aufzugbau GmbH & Co. KG, Feldkirchen bei München:<br>„Ein Sommerloch existiert im Aufzugbau nicht. Aufträge gibt es das ganze Jahr über für uns. Oft bekommen wir noch kurz vor den Ferien Ausschreibungen rein, weil jeder mit aufgeräumtem Schreibtisch in den Urlaub fahren möchte. Die öffentliche Hand möchte, dass Arbeiten in Schulen und Kindergärten nach den Ferien abgeschlossen sind. Die Urlaubszeit erschwehrt es uns leider oft, an alle Infos zu kommen, die wir von Architekten und Auftraggebern benötigen, um loslegen zu können. Doch unsere Monteure arbeiten lieber bei sommerlichen Temperaturen als bei Minusgraden auf der Baustelle.“

 

 

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Der Text gehört zu einem Thema aus der Markt-und-Mittelstand-Ausgabe 7-8/2017. Hier können Sie das Heft bestellen und „Markt und Mittelstand“ abonnieren.