Freitag, 21.04.2017
Von Deutschland in die Welt: „Made in Germany“ hat einen guten Ruf.

Foto: robertmandel/Thinkstock/Getty Images

Von Deutschland in die Welt: „Made in Germany“ hat einen guten Ruf.

Personal
Zahlen der Woche 16/2017

Made in Germany, Invest in Germany

Deutschland ist als Herstellerland beliebt bei Verbrauchern und als Zielland beliebt bei Investoren. Außerdem in unseren „Zahlen der Woche“: Wie viele Männer und Frauen, die Kinder haben, arbeiten.

Können Sie sich vorstellen, künftig selbst Strom zu erzeugen und an andere Unternehmen oder Privathaushalte zu verkaufen? (in % der Industrieunternehmen)

Quelle: Bitkom

45 Prozent …

… der Industrieunternehmen in Deutschland können sich vorstellen, in Zukunft selbst Strom zu erzeugen und auch zu verkaufen. Sieben Prozent von ihnen sagten in einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom allerdings, dass sie sich dies überhaupt nicht vorstellen könnten, 48 Prozent können es sich „eher nicht“ vorstellen. Diese Unternehmen geben an, sich vor allem auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu wollen und die Investitionen zu scheuen.


Die angesehendsten Warenherkunftsländer

Quelle: Statista

Platz 1 …

… erreicht Deutschland im „Made-In-Country-Index 2017“ von Statista. Damit ist „Made in Germany“ laut der Studie, für die Verbraucher in 52 Ländern befragt wurden, die angesehenste Herkunftsbezeichnung der Welt. Auf Rang 2 folgt mit knappem Abstand die Schweiz, auf Platz 3 das Gemeinschaftslabel „Made in EU“. Auch in den Einzelwertungen von 13 Ländern liegt Deutschland auf Platz 1. Einen nicht so guten Ruf haben hingegen Waren „Made in China“. Als Herkunftsland rangiert China auf dem 49. von 49 Plätzen.


Anteil der erwerbstätigen Frauen bzw. Männer mit Kindern (in %, keine Werte für alleinerziehende Männer)

Quelle: IAB

47,3 Prozent …

… der Frauen, die in einer Partnerschaft leben und Kinder unter drei Jahren haben, sind erwerbstätig. Bei den Männern in derselben Familienkonstellation sind es laut einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hingegen 86,7 Prozent. Sind die Kinder etwas älter, steigt der Anteil auch bei den Frauen auf 62,4 (bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren) beziehungsweise 76,2 Prozent (sechs Jahre und älter), bei Männern liegt er aber weiter deutlich höher. Von den alleinerziehenden Frauen mit Kindern unter sechs Jahren ist nur jede Dritte (31,2 Prozent) erwerbstätig, bei Frauen mit älteren Kindern sind es 71 Prozent. Für alleinerziehende Männer gibt es – wohl mangels Masse – erst gar keine Werte. 


Die bei Direktinvestoren beliebtesten Länder

Quelle: A.T. Kearny

Platz 2 …

… erreicht Deutschland im Ranking der Länder, die für Direktinvestitionen durch ausländische Unternehmen besonders attraktiv sind. Diese Rangliste wird jährlich vom Beratungsunternehmen A.T. Kearney erstellt und führte Deutschland im vergangenen Jahr noch auf Rang 4. 2013 lag die Bundesrepublik sogar nur Rang 7. Wie schon im Vorjahr liegen auch 2017 wieder die USA auf Platz 1. Nach Aussage der Studienautoren ist das gute Abschneiden Deutschlands vor allem auf die Einbettung in den EU-Binnenmarkt zurückzuführen.


Verbreitung von Technologien und Berechtigungen bei Führungskräften und Angestellten (in %)

63 Prozent …

… der Führungskräfte können über die Wahl ihres Arbeitsortes frei entscheiden – aber nur 50 Prozent ihrer Mitarbeiter. Zu dem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie von Steelcase und dem Ipsos Institut in insgesamt 17 Ländern. Dazu passt, dass es auch bei der technischen Ausstattung wie Laptop (66 Prozent der Führungskräfte, 39 Prozent der Mitarbeiter) und Firmenhandy (63 zu 39 Prozent) Unterschiede gibt. Insgesamt arbeiten 56 Prozent der Führungskräfte zumindest gelegentlich außerhalb des Büros. Auch hier ist der Anteil größer als beim Rest der Angestellten (43 Prozent).

Info

Täglich erreichen uns Studien, Statistiken und Auswertungen. Wir wollen diese in Zukunft sammeln und im Wochentakt die wichtigsten, interessantesten und skurrilsten vorstellen. Hier finden Sie einen Überblick über die bisherigen Teile der Serie.