Freitag, 01.09.2017
Nicht nur diese Kuh in den Alpen ist gut drauf. Auch viele Beschäftigte in Österreich sind zufrieden mit ihrem Job.

Foto: FooTToo/Thinkstock/Getty Images

Nicht nur diese Kuh in den Alpen ist gut drauf. Auch viele Beschäftigte in Österreich sind zufrieden mit ihrem Job.

Personal
Zahlen der Woche

Österreicher sind die zufriedensten Arbeitnehmer Europas

Die Zufriedenheit im Job hat in ganz Europa zwar viel, aber nicht nur mit Geld zu tun. Außerdem in unseren „Zahlen der Woche“: Wo in Deutschland besonders wenig Mittelständler ausbilden und wer in Deutschland häufiger erwerbstätig ist als die Deutschen selbst.

Ausbildungsquote bei KMU (in %, Durchschnitt 2012-2016, Bundesschnitt: 2016)

Quelle: KfW

9,9 Prozent …

… der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Sachsen bilden aus. Das ist laut einer Auswertung der KfW die niedrigste KMU-Ausbildungsbeteiligung in ganz Deutschland. Kaum besser stehen Berlin und Thüringen mit jeweils 10,1 Prozent Ausbildungsbetrieben da, während am anderen Ende der Liste Nordrhein-Westfalen (15,9 Prozent), Niedersachsen (inklusive Bremen, 17,1 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz liegen, das – wie auch das Saarland – auf 18 Prozent kommt. Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Quote bei 11,7 Prozent.

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Zuwachs bei den Tariflöhnen ausgewählter Branchen (Veränderung vom 2. Quartal 2016 zum 2. Quartal 2017 in %, inklusive Sonderzahlungen)

Um 3,8 Prozent …

… sind die tariflichen Monatsverdienste (mit Sonderzahlungen) zwischen dem zweiten Quartal 2016 und dem zweiten Quartal 2017 gestiegen. Das ist, wie das Statistische Bundesamt mitteilt, das größte Plus seit 2011. Besonders stark gestiegen sind die Tariflöhne demnach im Bergbau (+7,4 Prozent), während sich die Beschäftigten im Baugewerbe mit 2,1 Prozent mehr Lohn als im Vorjahreszeitraum zufrieden geben mussten.

Anteil der Erwebspersonen an der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren (in %)

Quelle: DIW

80,1 Prozent …

… der in Deutschland lebenden EU-Ausländer sind erwerbstätig. Damit liegt die Erwerbsquote in dieser Gruppe sogar höher als bei den Inländern (79,4 Prozent). Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der „in Deutschland verfügbaren Arbeitskräfte im vergangenen Jahrzehnt gestiegen“ sei – „obwohl die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner im erwerbsfähigen Alter (15 bis 74 Jahre) abnimmt“. Neben Frauen und älteren Menschen, deren Erwerbsbeteiligung deutlich zugenommen hat, ist der Arbeitsmarkt, so die Forscher, in Zukunft vor allem auf Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern angewiesen. Bei diesen Menschen, so sie schon in Deutschland leben, liegt die Erwerbsquote aktuell bei 58,5 Prozent – hat also noch Luft nach oben.


Anteil der (sehr) zufriedenen Arbeitnehmer (in %, ausgewählte Länder)

88 Prozent …

… der Beschäftigten in Deutschland waren 2015 zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Damit liegt Deutschland im europaweiten Vergleich der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound), über den das Institut der deutschen Wirtschaft auf seiner Webseite berichtet, im gehobenen Mittelfeld. Zufriedener sind die Arbeitnehmer zum Beispiel in Österreich (93 Prozent), in den Niederlanden (92 Prozent) und in Estland (91 Prozent), während Frankreich (79 Prozent), Kroatien (80 Prozent), Spanien und die Slowakei (jeweils 82 Prozent) auf den hinteren Plätzen landen. Die Bezahlung spielt dabei zwar eine Rolle, ist allerdings nicht entscheidend: Von den Deutschen, die gern mehr Geld verdienen würden, sind immerhin drei Viertel mit ihrem Job zufrieden. 


Wie stark sind die Unternehmen der verschiedenen Größenklassen von der Digitalisierung betroffen? (Selbsteinschätzung, in %)

Quelle: ifo-Institut

51 Prozent …

… der Unternehmen in Deutschland sind nach eigener Ansicht stark oder sehr stark von der Digitalisierung betroffen. Laut einer Studie des Ifo-Instituts steigt dieser Anteil mit der Unternehmensgröße: Während er bei den Unternehmen mit weniger als 49 Mitarbeitern mit 47 Prozent leicht unter der Hälfte liegt, sind es bei den Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern ganze zwei Drittel, die nach eigener Einschätzung mindestens stark betroffen sind. Gar nicht betroffen von der Digitalisierung sehen sich hingegen nur insgesamt 2 Prozent der Unternehmen.

Info

Täglich erreichen uns Studien, Statistiken und Auswertungen. Wir sammeln diese und stellen im Wochentakt die wichtigsten, interessantesten und skurrilsten vor. Hier finden Sie einen Überblick über die bisherigen Teile der Serie.