Dienstag, 26.09.2017
Alles verknüpft: Der Arbeitsplatz der Zukunft ist auch – aber nicht nur – eine Frage der Technik.

Foto: eyfoto/Thinkstock/Getty Images

Alles verknüpft: Der Arbeitsplatz der Zukunft ist auch – aber nicht nur – eine Frage der Technik.

Personal
Flexibilität statt Robotik

Studie: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft

Zahlreiche Unternehmen wollen den „Arbeitsplatz der Zukunft“. Die Mitarbeiter zwar auch – doch über die Umsetzungsgeschwindigkeit ist man sich uneins. Und dann ist da noch die Definitionsfrage.

Chefs und Führungskräfte sehen ihre Unternehmen deutlich weiter auf dem Weg zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ als die Mitarbeiter selbst. Das ist ein Ergebnis der gleichnamigen Studie des Marktforschungs- und Marketingunternehmens IDG im Auftrag der Zeitschrift „Computerwoche“, die in der vergangenen Woche auf der Messe „Zukunft Personal“ vorgestellt wurde. Insgesamt etwa 1.500 Beschäftigte wurden für die Studie befragt, zwei Drittel davon Führungskräfte. Drei Fünftel der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft relativ oder sehr weit fortgeschritten sei.

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Die Perspektive der Mitarbeiter sieht allerdings anders aus. Von ihnen sind mehr als 70 Prozent der Überzeugung, dass ihr Unternehmen hinterherhinkt – oder sich erst gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Für die Studie, in der es primär um Büroarbeit geht, hängt die Arbeit der Zukunft vor allem von Kommunikationslösungen ab. „Neben den technischen Erfordernissen gehört aber auch eine Veränderung der Unternehmenskultur dazu“, sagt Johanna Lange-Hegermann vom Düsseldorfer Telefondienstleister Sipgate, einem der Partner der Studie. Zu diesem Kulturwandel gehöre zum Beispiel die Bereitschaft, flexible Arbeitszeitmodelle zuzulassen.

Gute und motivierte Mitarbeiter

Das sehen auch 50 Prozent der befragten Führungskräfte und sogar 80 Prozent der Angestellten so. Beide Gruppen sind zudem überdurchschnittlich häufig der Ansicht, dass Mobilität und Technologie sowie neue Formen der Zusammenarbeit auf das gleiche Konto einzahlen; deutlich seltener werden Roboter und künstliche Intelligenzen dazugezählt.

Sowohl die Studie als auch Lange-Hegermann kommen zu dem Schluss, dass Unternehmen sich in der Praxis mit dem Thema beschäftigen sollten. „Schließlich möchte man gute und motivierte Mitarbeiter“, sagt Lange-Hegermann. Und das klappe eben nur bedingt mit Geld.