Freitag, 21.07.2017
Schwere Kisten: Nicht jeder würde für einen neuen Job umziehen.

Foto: Mike Watson/Thinkstock/Getty Images

Schwere Kisten: Nicht jeder würde für einen neuen Job umziehen.

Personal
Zahlen der Woche

Umzug für den Job: Bereitschaft hat auch mit dem Alter zu tun

Wer über 50 ist, schließt einen Ortswechsel meist aus. Immer mehr homosexuelle Führungskräfte gehen offen mit ihrer sexuellen Identität um. Außerdem in unseren „Zahlen der Woche“: Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten sind auch im Urlaub erreichbar – vor allem für die Kollegen.

Wie weit würden Sie für einen neuen Job umziehen? (in % der befragten Berufstätigen in Deutschland)

38 Prozent …

… der deutschen Arbeitnehmer schließen einen berufsbedingten Umzug kategorisch aus. In einer entsprechenden Umfrage, die die Manpower-Group Ende vergangenen Jahres in insgesamt 19 Ländern durchgeführt hat, gab etwas mehr als ein Viertel der Befragten an, zu einem Umzug in eine neue Stadt in ihrer bisherigen Region bereit zu sein. 18 Prozent würden in eine andere Region innerhalb Deutschlands ziehen, jeder sechste sogar ins Ausland. Flexibel sind, wenig überraschend, die Jüngeren: Von den 18- bis 29-Jährigen schließen lediglich 23 Prozent einen Umzug aus. Bei den Über-50-Jährigen tun dies hingegen 55 Prozent.

In unserem aktuellen Heft gehen wir der Frage nach, wie Unternehmen in der Provinz es schaffen, dass Mitarbeiter zu ihnen ziehen.
Hier können Sie das Heft bestellen.

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Entwicklung von Wertschöpfung, Energieverbrauch und -intensität in der Industrie (Wert des Jahres 2005 entspricht jeweils dem Indexwert 100)

Quelle: IW Köln

Um 18,4 Prozent …

… ist die Energieintensität in der deutschen Industrie zwischen 2005 und 2014 gesunken – die Energieeffizienz hat sich also deutlich verbessert. Denn wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln ergab, sank in den zehn Jahren der Energieverbrauch um gut 3 Prozent, während die Wertschöpfung um 18 Prozent zunahm.


Anteil der Führungskräfte bzw. Beschäftigten, die mit allen Kollegen offen über ihre sexuelle Identität sprechen (in %)

40 Prozent …

… der lesbischen und schwulen Führungskräfte sprechen mit allen Mitarbeitern offen über die eigene sexuelle Identität. Damit gehen sie laut einer Studie des Instituts für Diversity- und Antidiskriminierungsforschung und der Hochschule Fresenius offensiver mit ihrer sexuellen Orientierung um als die Gesamtzahl der Beschäftigten, von denen sich nur 29 Prozent gegenüber der gesamten Belegschaft „outen“. Vor zehn Jahren hatte die Quote der Führungskräfte noch bei lediglich 21 Prozent gelegen. Gleichzeitig haben mehr als drei Viertel aller Befragten Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt, immerhin zehn Prozent sogar körperliche Gewalt oder Aggressionen.

Über die Schwierigkeiten homosexueller Führungskräfte haben wir hier berichtet.


Anzahl der potentiell von einem Verbot von Verbrennungsmotoren betroffenen Arbeitsplätze

620.000 Beschäftigte …

… wären nach Berechnungen des ifo-Institutes im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) von einem Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotoren betroffen. Etwa drei Viertel davon sind in der Herstellung von Produkten tätig, die, wie Benzin- oder Dieselmotoren oder Abgasreinigungsanlagen, direkt von einem solchen Verbot betroffen wären. Die übrigen fertigen Teile, die sich womöglich auch in Elektroautos verbauen ließen. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen sieht es laut VDA anders aus: Hier wären von einem Verbot etwa 30.000 Stellen direkt von Arbeitslosigkeit bedroht und weitere 100.000 Stellen indirekt betroffen.


Sind Sie in den Sommerferien beruflich erreichbar (in % der Befragten, die diesen Sommer Urlaub haben)

Quelle: Bitkom

71 Prozent …

… der Berufstätigen, die in diesem Sommer Urlaub machen, sind auch während ihrer Abwesenheit erreichbar. Wie der Branchenverband Bitkom erfragt hat, lesen jeweils vier von zehn Beschäftigten im Urlaub berufliche Kurznachrichten oder E-Mails, 38 Prozent gehen auch ans Telefon. Diese Verfügbarkeit wird offensichtlich genutzt: 61 Prozent der Befragten, die im vergangenen Jahr im Urlaub erreichbar waren, wurden von Kollegen kontaktiert, 23 Prozent vom Chef und 13 Prozent von einem Kunden. Lediglich jeder Vierte konnte sich trotz der Erreichbarkeit ganz auf seinen Urlaub konzentrieren.

Wie Sie Ihren Urlaub richtig vorbereiten, haben wir hier aufgeschrieben.

Info

Täglich erreichen uns Studien, Statistiken und Auswertungen. Wir wollen diese in Zukunft sammeln und im Wochentakt die wichtigsten, interessantesten und skurrilsten vorstellen. Hier finden Sie einen Überblick über die bisherigen Teile der Serie.