Freitag, 22.09.2017
Ab Mai gilt die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung. Wer sich nicht dran hält, für den kann es teuer werden.

Foto: zemkooo/Thinkstock/Getty Images

Ab Mai gilt die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung. Wer sich nicht dran hält, für den kann es teuer werden.

Recht & Steuern
Zahlen der Woche

Datenschutz-Grundverordnung: Unternehmen nehmen’s locker

Jedes dritte Unternehmen hat sich – zum Teil bewusst – noch nicht mit der Datenschutz-Grundverordnung auseinandergesetzt. Außerdem in unseren „Zahlen der Woche“: An welche Floskeln Jobbewerber nicht mehr glauben.

Wie weit ist Ihr Unternehmen bei der Umsetzung der Datenschutz-Grundverodnung zum aktuellen Zeitpunkt? (in % der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern)

Quelle: Bitkom

13 Prozent …

… der deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern haben laut einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) begonnen. Die neue Richtlinie tritt im Mai kommenden Jahres in Kraft und droht bei Nichtbeachtung oder Verstößen mit Bußgeldern in Millionenhöhe. Trotzdem hat sich jedes fünfte Unternehmen noch gar nicht mit der DS-GVO beschäftigt, und weitere 13 Prozent haben auch nicht vor, das zu tun. 

Was Unternehmen zur DS-GVO wissen müssen, haben wir hier für Sie aufgeschrieben.

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Nutzen Sie beruflich Messenger? (% der Beschäftigten)

52 Prozent …

 

… der deutschen Arbeitnehmer nutzen beruflich Messenger-Dienste wie Whatsapp, SMS und den Facebook-Messenger. Das hat das Marktforschungsinstitut Respondi in einer Umfrage für das Onlinejobportal Indeed herausgefunden. Mit Abstand am beliebtesten: Whatsapp – also das Tool, das auch im Privatleben Marktführer ist. Es wird mehr als doppelt so häufig benutzt wie die klassische SMS und dreimal so häufig wie der Facebook-Messenger.


Anzahl der Neugründung bzw Aufgabe von Betrieben mit „größerer wirtschaftlicher Bedeutung” (in %)

Quelle: Destatis

66.500 Betriebe, …

… bei denen mit einer „größeren wirtschaftlichen Bedeutung“ zu rechnen ist, wurden im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland angemeldet. Unter diesem Begriff fasst das Statistische Bundesamt all die Betriebe zusammen, bei denen aufgrund der Anmeldung davon auszugehen ist, dass es neben dem Anmeldenden zumindest in Zukunft noch mindestens einen weiteren Mitarbeiter geben wird. Den 66.500 Neugründungen standen 53.600 Betriebsabmeldungen dieser Klasse gegenüber.


Steuern und Abgaben auf den Strompreis sollten aus Sicht vieler Unternehmen gesenkt werden (Zustimmung bzw. Ablehnung in %)

Quelle: DIHK

77 Prozent …

… der deutschen Unternehmen fordern von der Politik, Steuern und Abgaben auf den Strompreis zu senken. Das ist ein Ergebnis des Energiewende-Barometers des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Danach berichtet jedes dritte Unternehmen von gestiegenen Strompreisen – wobei viele Unternehmen die höheren Kosten schon heute an ihre Abnehmer und Kunden weitergeben oder dies zumindest planen.


Glaubwürdigkeit verschiedener Floskeln in Stellenanzeigen (in %) Um die Floskeln angezeigt zu bekommen, bewegen Sie bitte den Mauszeiger über den jeweiligen Balken´.

Quelle: Stepstone

75 Prozent …

… der von der Jobbörse Stepstone befragten Fach- und Führungskräfte schenken in Stellenanzeigen der Formulierung „Bei uns bekommen Sie beides: die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-ups“ keinen Glauben. Der Satz gehört damit zu jenen Floskeln, die sich Personalabteilungen sparen sollten. Auch Plattitüden wie „Wir vereinen hohe Leistungsorientierung und gelebte menschliche Werte“ (70 Prozent) oder „Bei uns stoßen Sie auf flache Hierarchien“ (43 Prozent) kommen bei Jobsuchenden nicht gut an und gelten als unglaubwürdig.