Montag, 18.03.2013
Energiekosten

Strompreis trotz Kältewelle niedrig

Die erneuerbaren Energien haben in den zurückliegenden kalten Wochen einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland geleistet. Gerade zu Hauptlastzeiten waren sie ergiebig und halfen dabei den Strompreis niedrig zu halten.

Obwohl die Kälte Europa nach wie vor fest im Griff hat, bleibt der Börsen-Strompreis in Deutschland verhältnismäßig gering. Dies berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer aktuellen Meldung. Der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) deutschen Grundlaststroms lag demnach am Spotmarkt der European Power Exchange EPEX zuletzt bei  5,53 Cent.

Strompreis günstiger als in Frankreich

Dieser Preis liege zwar über dem Durchschnittswert aus dem Februar 2013 (4,46 Cent/kWh), sei aber nach wie vor deutlich günstiger als der Preis in Frankreich. Dort koste der Grundlaststrom zuletzt rund 7,46 Cent/kWh, was einen Unterschied von rund  35 Prozent bedeutet. Obwohl Frankreich rund drei Viertel seines Energiebedarfs aus Atomkraft deckt, sei der Strompreis dort deutlich anfälliger für Temperaturschwankungen, weil besonders viel Strom zu Heizzwecken eingesetzt werde.

Wind- und Solarenergie zu Spitzenzeiten besonders ergiebig

In Deutschland leisteten Windkraft und vor allem die Solarenergie hingegen auch zuletzt wichtige Beiträge zur Stromversorgung und trugen dazu bei den Strompreis niedrig zu halten. Gerade in den nachfragestarken Mittagszeiten war die Solarenergie demnach besonders ergiebig. Die erneuerbaren Energien machten dem IWR zufolge außerdem das Zuschalten weiterer konventioneller Kraftwerke überflüssig.

Am Freitag den 15. März erbrachten Windenergie- und Solaranlagen demnach zur Mittagszeit eine Gesamtleistung von über 8.600 MW, so dass nur noch etwa 57.300 MW durch konventionelle Kraftwerke gedeckt werden mussten. Die Gesamtkapazität aller konventionellen Kraftwerke in Deutschland liegt nach Angaben der Bundesnetzagentur derzeit bei rund 100.000 MW.