Mittwoch, 07.06.2017
Nicht gebaut, um hohe Transportlasten mit sich zu führen. Wer allerdings bei schönem Wetter auf Landstraßen mit offenem Verdeck Auto fahren will, ist mit dem Spider bestens bedient.

Foto: Fiat

Nicht gebaut, um hohe Transportlasten mit sich zu führen. Wer allerdings bei schönem Wetter auf Landstraßen mit offenem Verdeck Auto fahren will, ist mit dem Spider bestens bedient.

Spinne aus Turin

Der Fiat 124 Spider im Geschäftswagen-Check

Ein ganzer Kerl: Das rumpelnde Fahrwerk und der hoch drehende Motor verleihen dem Fiat 124 Spiderein etwas archaisches Oldtimer-Feeling. Stauraum gibt es allerdings kaum.

Image: Der Roadster ist ein ganzer Kerl und noch von der harten Sorte: rüpelhaftes Fahrwerk, tobender Motorsound und körpernahe Sitze im Slim-fit-Stil. Wirklich Spaß macht das Italomobil mit seiner eleganten Fünfziger-Jahre-Karosserie als Cabrio – oben ohne unter freiem Himmel.

Nutzen: Fahrzeuge wie dieses sind nicht gebaut, um hohe Transportlasten mit sich zu führen. Es gibt im Fahrerabteil nicht mal eine Handschuhablage, auch in den Türverkleidungen gibt es weder etwas abzulegen noch zu holen. Nur eine verschließbare Box von der Größe einer Zigarrenschachtel zwischen beiden Sitzen bietet Stauraum für ein Päckchen Taschentücher. Solange das Handgepäck ein Volumen von 140 Litern nicht überschreitet, hilft der Kofferraum beim Wegpacken gern aus. Bei verschlossenem Stoffdach, das mit einem beherzten Handgriff zur Arretierung an der Oberkante der Windschutzscheibe gezogen wird, wird der Schulterblick nach hinten obsolet. Denn außer dem Verdeckmechanismus gibt es dort dann nichts mehr zu sehen. Das ist beim Einfädeln in den fließenden Verkehr nicht ohne Risiko. Wenig sparsam ist der Verbrauch von 8 Litern Super-Kraftstoff auf 100 Kilometer. Der Hecktriebler startet mit einem Basispreis von 24.900 Euro.

Technik: Schon in der 140-PS-Basis-Version zieht die Spinne aus Turin (Leergewicht: 1.125 Kilogramm) mit Nachdruck nach vorn. Das rumpelnde Fahrwerk und der hoch drehende Motor verleihen dem Ganzen ein etwas archaisches Oldtimer-Feeling. Ansonsten lässt sich der Roadster durch eine ganze Reihe aufpreispflichtiger Extras komfortabler ausstatten: Für Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, LED-Leuchten, Ledersitze und Sportfahrwerk sowie Automatikgetriebe steigt der Grundpreis um ein Viertel.

Fazit: Wer bei schönem Wetter auf Landstraßen mit offenem Verdeck Auto fahren will, ist mit dem Spider im mondänen Retro-Look bestens bedient. Wer damit als Geschäftswagen im Gewerbegebiet vorfährt, sollte sich vor rangierenden Vierzigtonnern in Acht nehmen. 

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Die Fahrzeuge wurden der Redaktion von den Herstellern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Die technischen und Verbrauchsinformationen beruhen auf Herstellerangaben.