Freitag, 01.02.2013
E-Commerce boomt. Auch die Zahl der Retouren gibt wenig Anlass zur Sorge.

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E-Commerce boomt. Auch die Zahl der Retouren gibt wenig Anlass zur Sorge.

Zukunftsmärkte
E-Commerce

Retouren beim E-Commerce stabil

Online-Händler rechnen mit zunehmenden Retouren. Bislang liegt die Rückgabequote bei gut 5 Prozent. Das Weihnachtsgeschäft hat keine Auswirkungen.

Während im stationären Einzelhandel die Zeit nach Weihnachten verstärkt für Retouren genutzt wird, blieben die Retouren im E-Commerce weitgehend stabil. Im Januar liegt die erwartete Rückgabequote  kaum über dem Durchschnitt der übrigen 11 Monate und liegt im Schnitt bei gut 5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen der aktuelle HANDELSkix und der e-KIX, die vom E-Commerce-Center (ECC), der Online-Abteilung des Instituts für Handelsforschung (IFH ) in Köln erhoben werden. Für die Zukunft rechnen 40 Prozent der befragten Online-Händler bei den Retouren jedoch mit Quoten, die über 5 Prozent liegen, 19,5 Prozent erwarten sogar 10 Prozent oder mehr. Bei den stationären Einzelhändlern erwartet nur rund jeder Fünfte eine Quote von über 5 Prozent.

Retouren der Online-Kunden

Auch die Kunden wurden zum Rückgabeverhalten im Netz befragt. Die Mehrheit der befragten Online-Shopper (72,6 Prozent) gab dabei an, dass sie durchschnittlich weniger als 25 Prozent der Bestellung wieder zurückzusenden. Immerhin jeder Zehnte retourniert jedoch 75 bis 100 Prozent der bestellten Ware. Die Häufigkeit der Rücksendungen gibt keinen Anlass zur Sorge: Lediglich 1,7 Prozent der Shopper machen bei jeder Bestellung von ihrem Rücksenderecht Gebrauch. Rund 4 Prozent retournieren bei jeder vierten Bestellung und eine große Mehrheit von knapp 66 Prozent retourniert seltener als bei jeder fünften Bestellung. „Das Retourenverhalten der Konsumenten ist stark von der Warengruppe abhängig. Während Modehändler tendenziell höhere Rücksendequoten verzeichnen, liegen diese beispielsweise bei Büchern im niedrigen Bereich“, erklärt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Optimismus beim E-Commerce

Im Anschluss an die Hochsaison im Weihnachtsgeschäft gingen die aktuellen Umsätze  der Online-Händler im Januar leicht zurück. Der entsprechende Indexwert fiel um 21 Punkte auf 109,1 Punkte. Trotzdem beurteilen die Onlinehändler ihre aktuelle Geschäftslage weiter mehrheitlich positiv. Der Jahresbeginn wird sogar besser bewertet als vor einem Jahr, als der Index bei 99,8 Punkten lag. Auch für die kommenden 12 Monate sind die Online-Händler optimistisch: Knapp 47 Prozent gehen davon aus, dass sich die Online-Umsätze verbessern werden und knapp 40 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Geschäftslage. Dazu passt, dass die Online-Shopper im Jahr 2013 nicht sparen wollen. Rund ein Viertel der Shopper will die Online-Ausgaben auch weiterhin steigern.