Dienstag, 08.01.2013
Zukunftsmärkte
Rohstoffe

Seltene Erden: Abhängigkeit von China wird zum Problem

Die chinesische Exportquote für Seltene Erden sinkt. Für deutsche Unternehmer ein Problem: Sie sind auf die Metallimporte aus China angewiesen.

Die Prognosen haben sich bestätigt: Die Exportquoten für Seltene Erden aus China sinken. 15.501 Tonnen der gefragten Metalle dürfen in diesem Jahr aus China exportiert werden. Das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahr. Am Montag hat das chinesische Ministerium für Land und Rohstoffvorkommen die Werte bekanntgegeben. Die Behörde gibt im Regelfall im zweiten Halbjahr noch eine weitere Tranche frei. Diese lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 30.996 Tonnen – auf Monate umgerechnet entspricht das der diesjährigen ersten Quote.

Deutsche Unternehmer sind verunsichert

Die gesunkenen Exportquoten von Seltenen Erden aus China können für deutsche Unternehmen zum Problem werden: Vor allem Hersteller von Technik-Produkten wie Handys oder Elektroautos sind auf die Metallrohstoffe aus dem China angewiesen. Weltweit kommen mehr als 90 Prozent der weltweit geförderten Menge aus dem Reich der Mitte. Der Kontinent hat damit im Markt von Seltenen Erde eine annähernde Monopolstellung.

Die Suche nach Alternativen beginnt

Thyssen Krupp schaut sich nach Alternativen um: Das Unternehmen möchte mit Tantalus Earth eines der größten Förderprodukte für Seltene Erden außerhalb Chinas erschließen. http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/seltene-erden-durchbruch-beim-recycling/ . Auch die Suche nach Vorkommen in Deutschland gewinnt zunehmen an Bedeutung. http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/seltene-erden-in-deutschland/