Freitag, 02.11.2012

Kompakt Kunden und Märkte

Messen auf neuen Märkten beliebt

Kleine und mittlere Unternehmen zeigen mehr Präsenz auf ausländischen Ausstellungen. Eine Umfrage des Ausstellungs- und Messeausschusses der deutschen Wirtschaft unter Ausstellern des Auslandsmesseprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums (AMP) zeigt, dass die...

Neue Forschungszentren

DIE WELTWEITEN AUSGABEN für Forschung und Entwicklung werden 2012 weiter steigen. Mit Ausgaben in Höhe von 1,4 Billionen Dollar, was einem Wachstum von mehr als 5 Prozent entspricht, rechnet die Studie "Emerging markets are changing the global innovation agenda" von Roland Berger Strategy Consultants.

Besonders China und Indien haben sich global als Top-Innovationsstandorte etabliert. Beide verdoppelten in den vergangenen fünf Jahren ihre Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung. China auf 200 Milliarden Dollar, Indien auf 40 Milliarden Dollar.

"Focus 20"-Länder // Kaum überraschend ist daher das Studienergebnis, dass 5 der 20 innovativsten Firmen der Welt aus China, Indien und Brasilien kommen. Neben diesen drei Ländern heben die Experten Argentinien, Ägypten, Indonesien, Iran, Irak, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Thailand, die Türkei und Vietnam hervor. Diese 20 Nationen, "Focus 20"-Länder genannt, gehören zu den Ländern, die nach Meinung der Experten bis 2030 das stärkste Wirtschaftswachstum aufweisen dürften.

Der Mittelstand müsse sich dem Wettbewerb mit der Entwicklung einfacher, kostengünstiger Produkte für das untere und mittlere Marktsegment stellen. Roland-Berger-Stratege Michael Zollenkop sagte: "Dieser Trend der Schwellenländer, in die Entwicklung neuer Produkte stärker zu investieren, setzt westliche Firmen deutlich unter Druck." Deshalb forderte er westliche Unternehmen dazu auf, auf den Wettbewerb aus den Schwellenländern zu antworten: "Westliche Firmen müssen reagieren, wenn sie in den Entwicklungsländern mit innovativen und wettbewerbsfähigen Lösungen erfolgreich sein wollen. Denn hochentwickelte Produkte aus den Industrieländern sind für die Bedürfnisse der Schwellenmärkte oft ungeeignet." Häufig setzen sich diese einfachen Produkte später auch wieder in den reifen Märkten durch; dieses Phänomen nennen die Experten "Reverse Innovation". Diesen Trend haben bereits zahlreiche Firmen erkannt. Zwei Drittel der Unternehmen planen, bis 2020 über 20 Prozent ihrer Produkte in Entwicklungsländern zu fertigen

 

Vertrieb

Mieses Vertriebsklima Verkäufer haben es dieser Tage schwer. Die Quartalsumfrage der Personalberatung Xenagos im deutschen Geschäftskundenvertrieb zeigt, dass der Sales-Indikator auf das Niveau von Mitte 2008 gesunken ist. Für das dritte Quartal fiel er um 8,46 auf 14,29 Punkte. Seit Jahresbeginn ist es immer schwieriger für Verkäufer geworden, Umsätze zu erzielen. Sowohl im Neukundengeschäft (minus 8,24 Punkte) als auch bei der Angebotshöhe (minus 8,67 Punkte) schätzen Vertriebsspezialisten die Lage deutlich schlechter ein. Im Vergleich der Sektoren schneidet die Produktion mit einem Minus von 21,26 Punkten besonders schlecht ab. Auffällig ist, dass die Führungskräfte im Vertrieb die Lage häufig anders einschätzen als die Verkäufer im Feld. Während die Führungskräfte im Vertrieb die Lage mit einem Indikatorwert von 17,86 beurteilen, schätzen die Verkäufer ohne Führungsverantwortung die Situation mit einem Wert von 10,14 deutlich schlechter ein. Wachstumsmärkte ohne Schwung Das Wirtschaftswachstum in Lateinamerika schwächelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC). Die Kommission ist eine Organisation der Vereinten Nationen und verantwortlich für die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dieser Region. Für 2012 sagt die ECLAC der Region ein Wachstum von 3,2 Prozent voraus, im Vorjahr waren es noch 4,3 Prozent. Ursache für das schwächere Wachstum sind vor allem schlechtere Zahlen aus Argentinien und Brasilien. Die Prognose für Argentiniens Wirtschaft liegt nur noch bei 2 Prozent, für Brasilien sogar nur noch bei 1,6 Prozent. Viele kleinere Länder konnten dagegen deutlich zulegen. Panama glänzt beispielsweise mit einer Wachstumsprognose von 9 Prozent, allerdings ausgehend von einem deutlich niedrigeren Niveau.

Beliebte Zahlungsarten

DIE RECHNUNG ist bei Kunden von Onlineshops die beliebteste Zahlungsmethode. Dieses Bezahlverfahren wählten die Kunden auch in puncto Sicherheit und Bequemlichkeit auf Platz eins, zeigt eine Bitkom-Studie.

Schaufenster-Shopping

ADIDAS BIETET in Nürnberg digitales Shopping an. Direkt am Schaufenster können die Kunden über einen Touchscreen Produkte auswählen. Dazu erscheinen dann Informationen auf dem Display. Auch ein digitales Modell können sich die Interessenten am Touchscreen anschauen. Über Hotspots lassen sich Produktdetails abrufen, und über das digitale Schaufenster von Adidas kann der Kunde das Produkt mit seinem Smartphone mittels der URL direkt kaufen.

Nach Eingabe einer PIN erscheint der Warenkorb aus dem Schaufenster. Das Produkt lässt sich sofort ordern oder für einen späteren Einkauf speichern. Auch der Freundeskreis kann über soziale Medien bei der Kaufentscheidung zu Rate gezogen werden.

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