Freitag, 02.11.2012

Kompakt Strategie und Personal

Erbschaftsteuergesetz gefährdet Mittelständler+++Studenten suchen nach Einsparpotentialen+++Preiskampf im deutschen Automobilmarkt+++Deutsche Arbeitnehmer sind treu

Erbschaftsteuergesetz gefährdet Mittelständler

Das Bundesverfassungsgericht muss über die Rechtmäßigkeit des Erbschaftsteuergesetzes (ErbStG) entscheiden. "Das Bundesverfassungsgericht wird auch das derzeitig geltende Erbschaftsteuergesetz für verfassungswidrig erklären, wenn die Voraussetzungen...

Energiekontrolleure

Studenten suchen nach Einsparpotentialen

ENERGIEEFFIZIENZ IST bei Gerodur ein wichtiges Thema. Der Mittelständler, der im Bereich der Kunststoff-Extrusion tätig ist und zuletzt rund 80 Millionen Euro umgesetzt hat, verbraucht jedes Jahr 22 Gigawattstunden Strom. Um die Kosten zu senken, holt der sächsische Mittelständler einmal im Jahr eine Gruppe Studenten ins Unternehmen, die das Unternehmen unter Energieaspekten durchleuchten und nach Einsparpotentialen suchen.

Dafür kooperiert Gerodur mit der Fachhochschule in Zwickau, die für Ingenieure und Naturwissenschaftler den Aufbaustudiengang Umwelttechnik und Recycling als Zusatzqualifikation anbietet. Jedes Jahr findet sich ein neues Feld für Effizienzsteigerungen", weiß Geschäftsführer Andreas Seibel den Blick von außen zu schätzen. "Dieses Jahr stand die Reduzierung des Wasserverbrauchs im Vordergrund", erzählt der Gerodur-Chef.

Dabei fiel insbesondere der hohe Verbrauch bei den Mitarbeiterduschen ins Auge. Hierfür entwickelten die Studenten Ideen, um den Verbrauch zu verringern. Durch eine effizientere Lösung spart Gerodur seitdem pro Duschkabine mehrere 100 Euro ein.

Rabattschlacht

Preiskampf im deutschen Automobilmarkt

AUTOHÄNDLER GEWÄHREN ihren Kunden so hohe Rabatte wie seit 2007 nicht mehr. Um überhaupt noch Fahrzeuge verkaufen zu können, nutzen die Händler Rabattmethoden wie Tageszulassungen. Jeder dritte Wagen wechselt auf diese Weise den Besitzer. Ist das ein Vorzeichen der Krise? 25 Prozent und mehr Rabatte sind beim Autokauf in Deutschland aktuell keine Seltenheit. Insgesamt 83.753 Autos verkauften die Hersteller im September über solche taktische Zulassungen. Das entspricht einem Drittel aller Neuwagen, womit der Höchststand von 2007 überschritten ist. Die berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Studie des Center Automotive Research (CAR). Je höher die taktischen Zulassungen, umso schwieriger ist der Markt und umso mehr Verkaufsförderung ist nötig, um einen Abschluss zu erzielen, zitiert die Zeitung Ferdinand Dudenhöffer, den Chef des CAR-Instituts.

CHEFSACHE

Deutsche Arbeitnehmer sind treu In kaum einem anderen europäischen Land bleiben Arbeitnehmer so lange in einem Unternehmen wie in Deutschland. Gründe für die Loyalität sind vor allem gute Gehälter und Entwicklungschancen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern halten deutsche Beschäftigte ihrem Unternehmen überdurchschnittlich lang die Treue. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das IAB ermittelt die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern in deutschen Unternehmen seit dem Jahr 1992. Damals lag sie bei 10,3 Jahren. Mehr Jobs im Dienstleistungssektor Fast 70 Prozent der Erwerbstätigen in der EU-27 arbeiten im Dienstleistungsbereich, dies zeigt eine Erhebung von Eurostat. Der Trend ist eindeutig: Nur zehn Jahre früher waren etwa 10 Prozent weniger Arbeitnehmer hier beschäftigt. Der Anteil der Arbeitnehmer in marktbestimmten Dienstleistungen war mit 39 Prozent höher als der Anteil der Erwerbstätigen in hauptsächlich nicht marktbestimmten Dienstleistungen. Rund 30 Prozent arbeiteten in diesem Bereich, zu dem öffentliche Verwaltung, Erziehung und Gesundheitswesen gehören. Auf Wandel schlecht vorbereitet 44 Prozent der Führungskräfte im mittleren Management sind schlecht darauf vorbereitet, den internen Wandel zu vollziehen, wie eine Studie der Strategieund Transformationsberatung Capgemini Consulting ergeben hat. "Auch wenn die Verantwortlichen betonen, dass die emotionale Dimension des Veränderungsprozesses besonders wichtig ist, gehen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander", sagt Imke Keicher, Leiterin der Change-Management-Beratung bei Capgemini.

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