Freitag, 10.01.2014

Produktion und Technologie Kompakt

Schleifwerkzeuge universell+++Bio-Auto+++Entwarnung bei Rohstoffen+++Dreidimensional drucken

Aus der Forschung

Schleifwerkzeuge universell einsetzen

Problem: Bei der Bearbeitung von verschiedenen Naturstein- und Betonarten müssen unterschiedliche Werkzeuge eingesetzt werden, was zeit- und kostenaufwendig ist.
Lösung: Eine anforderungsgerechte Konditionierung von diamantbesetzten Trennschleifscheiben während des Prozesses reduziert kostenintensive Nebenzeiten und die Anzahl der für die Prozesse notwendigen Werkzeuge.
Wer informiert: Institut für Werkzeugforschung und Werkstoffe (IFW), Christian Pelshenke, Tel. 0 21 91 / 59 2 1-1 11, E-Mail: pelshenke@fgw.de
AiF-Forschungsvereinigung:
Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW) www.fgw.de/
Grüne Wertschöpfung
Problem: In der innerbetrieblichen Logistik wird das Potential einer ökologischen Orientierung bisher nicht ausgeschöpft. Zu dieser Anforderung fehlen bisher praxistaugliche Gestaltungsinstrumente.
Lösung: Das Wertstromdesign, eine weitverbreitete Methode zur Optimierung von Prozessen in Produktion und Logistik, wird um ökologische Aspekte erweitert.
Wer informiert: International Performance Research Institute gGmbH, Judith M. Pütter, Tel. 07 11 / 6 20 32 68 - 80 10, E-Mail: jpuetter@ipri-institute.com
AiF-Forschungsvereinigung:Bundesvereinigung Logistik e.V.www.bvl.de

Das Bio-Auto startet

WIE SICH BIOKUNSTSTOFFE und Bioverbundwerkstoffe im Automobilbau verwenden lassen, führt das "Bioconcept-Car", das auf einem VW Scirocco 2.0 TDI aufsetzt, vor. Seine Bauteile für Karosserie, Unterboden und Innenbereich bestehen aus naturfaserverstärkten Werkstoffen und wiegen rund 60 Prozent weniger als Komponenten aus Stahl. Auch geometrisch komplexe Biokunststoffbauteile wie Spiegelgehäuse oder Lampen lassen sich auf herkömmlichen Maschinen und nach bewährten Verfahren produzieren. Das Leistungsspektrum der nachwachsenden Rohstoffe wird im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Team Four Motors werden diese Bauteile im Renneinsatz unter realen Bedingungen getestet. "Wir wollen zeigen, dass das Fahrzeuggewicht durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen deutlich gesenkt werden kann. Zusätzlich verbessern die Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen die CO2-Bilanz des Automobils", erklärt Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). "Wir fördern damit ganz bewusst ein Projekt, das direkt umsetzbare Lösungen für drängende Fragestellungen der automobilen Serienproduktion liefert."&nb

Für die Praxis

Daten im Nanodraht
Für die Datenspeicherung und neuartige Sensoren werden immer kleinere Bauteile benötigt. Physiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben deshalb die Vorgänge in magnetischen Nanodrähtchen beobachtet. Der Nanomagnetismus beruht auf kleinen Strukturen, den Domänen, die in ferromagnetischen Materialien einen Bereich einheitlicher Magnetisierung bilden. Die Mainzer nutzen kleine magnetische Domänenwand-Strukturen in einem Nanodraht, um Informationen zu speichern oder Winkeländerungen zu erkennen. In der Sensortechnologie werden bereits Anwendungen, die auf magnetischen Domänenwänden beruhen, eingesetzt.
Schnittstelle für Mensch und Technik
Ein positives Nutzungserleben wird als klarer Wettbewerbsvorteil erkannt. Im "UXellence Innovation Workshop" erhalten mittelständische Unternehmen in frühen Phasen der Produktentwicklung Hilfe von Softwareentwicklern, Designern und Psychologen des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation bei der Entwicklung von User Interfaces. Aus der Förderlinie "Living Labs BW" können kleine und mittelständische Unternehmen aus Baden-Württemberg einen Zuschuss des Landes in Höhe von 50 Prozent der Kosten für den "UXellence Innovation Workshop" erhalten.
Schicht in der Fertigung

Entwarnung bei Rohstoffen

DIE ENTWICKLUNG der Rohstoffkosten in den kommenden Jahren ist für Einkäufer kein Grund zur Sorge. Mehr als zwei Drittel der von Inverto befragten Unternehmen kalkulieren in den nächsten eineinhalb Jahren mit nur leicht steigenden Ausgaben. Bei 70 Prozent der Unternehmen liegt der Anteil der Rohstoffe am gesamten jährlichen Einkaufsvolumen bei einem Drittel. Die Sorge vor Versorgungsengpässen ist im Vergleich zu 2011 zurückgegangen. Damals fürchtete fast ein Viertel der Befragten, dass es bei Strom zu Versorgungsengpässen kommen könnte. 2013 teilen nur noch 5 Prozent diese Angst. Weniger Befragte als 2011 machen sich bei der Versorgung mit Energie (17 statt 29 Prozent) und Seltenen Erden (26 statt 38 Prozent) noch Sorgen. Trotz der positiven Einschätzung halten die Unternehmen am Risikomanagement bei Rohstoffen fest.&nb

Dreidimensional drucken

SCHMUCK, BRILLEN oder Handyhüllen können bereits mit 3-D-Druckern hergestellt werden. Dazu werden in einem mehrstufigen Prozess Kunststoff oder Metalle aufeinandergeschichtet, so dass Gegenstände entstehen. Das wirtschaftliche Potential des 3-D-Drucks ist Untersuchungsgegenstand im Center for Digital Fabrication, einem Team um Frédéric Thiesse, Professor für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung an der Universität Würzburg. Schon jetzt ermöglichen Spezialanbieter, Schmuckstücke oder Handyhüllen nach Kundenvorschlägen zu gestalten und zu drucken.Mit Hilfe von Designsoftware auf den Webseiten lässt sich zum Bespiel eine Handyhülle entwerfen, auf der das Gesicht des Telefonbesitzers als Relief dargestellt ist. Jetzt laufen Schlüsselpatente aus, und neu gegründete Firmen setzen sie in kostengünstige Produkte um. 3-D-Drucker sind schon für unter 1.000 Euro zu haben. Modellierungssoftware aus dem Web erzeugt dreidimensionale Objekte und deren Druckdaten.&nb

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