Freitag, 01.02.2019

"Nicht nachfolgefähig"

VIELE FAMILIENUNTERNEHMEN tun sich schwer, eine Nachfolgeregelung zu finden. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn suchen allein in den kommenden vier Jahren von den insgesamt 3,4 Millionen Familienunternehmen rund 150.000 Betriebe nach Nachfolgern. Um potentiellen Käufern die Entscheidung, ob sie eine bestehende Firma übernehmen sollen, zu erleichtern, hat das IfM das Kriterium des "Jahresmindestgewinns" eingeführt. Er soll darüber Aufschluss geben, ob ein Unternehmen überhaupt übergabefähig ist. Von den untersuchten 3,4 Millionen Familienunternehmen in Deutschland erreichten nur 700.000 diesen statistisch ermittelten Wert und seien rentabel weiterzuführen, sagt Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des IfM.

Was bedeutet der Mindestgewinn in der Praxis?

Zunächst einmal ist der Mindestgewinn eine Berechnungsgröße für uns Wissenschaftler. Sie hilft uns dabei, die Anzahl künftiger Unternehmensnachfolgen zu schätzen. Welche Rolle der Wert beim Kauf eines Unternehmens de facto spielt, muss jeder Kaufinteressent...