Mittwoch, 21.11.2012
Einkauf
Einkauf und Beschaffung

Einkauf 2013: Lieferanten im Blickpunkt

2013 ist im Einkauf auch eine Antwort auf 2012: Sorgen um finanzielle Nöte von Lieferanten, Ausbau des Einkaufs in Ländern wie Italien oder Bulgarien oder eine verstärkte Prozessoptimierung bestimmen das Bild.
Sonja Piller, Leitung Einkauf & Planung, Mitglied der Geschäftsleitung HSE 24Im kommenden Jahr wollen wir unseren Eigenimportanteil sukzessive immer weiter ausbauen. Dies soll aber kein scharfer Schnitt sein, sondern wird sich über steigende Mengen im Einkauf abbilden. Bei den Märkten schauen wir uns viele an. Für uns sind China und die Türkei weiterhin wichtige Märkte, zusätzlich rücken Bulgarien und Italien stärker in den Fokus. In unserem Einkauf legen wir kontinuierlich einen großen Wert auf Qualität und langjährige Lieferantenbeziehungen; größere Änderungen sind daher nicht geplant.
Bildquelle: HSE 24Marco Knuist, Senior Dirctor Supply Chain Management, Inteva Products2013 konzentrieren wir aus auf die weitere Beschaffung unserer Produkte aus den BRIC-Ländern. Auf der Basis von Marktinformationen erwarten wir einen schrumpfenden Automobilmarkt in Europa und wachsende Märkte in China, India und USA. Dort wollen wir unseren Einkauf verstärken. In Europe machen wir uns große Sorgen um die finanzielle Stabilität unserer Lieferanten. Hier ist ein verstärkter Risikomanagementprozess gefragt.
Bildquelle: IntevaAndreas Klier, Geschäftsführer Anumar GmbHLangfristige Partnerschaften mit deutschen und internationalen Lieferanten haben dazu beigetragen, Projekte erfolgreich abzuschließen. Eine gute Zusammenarbeit, der Erfahrungsaustausch mit den Lieferanten sowie qualitätsbewusstes Einkaufen sind uns sehr wichtig.
An dieser Einkaufsphilosophie werden wir auch im kommenden Jahr festhalten, um mit unserer Erfahrung und dem Know-how der Lieferanten anspruchsvolle Projekte zu akquirieren.
Bildquelle: AnumarAlexandra Knauer, Geschäftsführerin Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Knauer GmbHSehr gerne kaufen wir bei Lieferanten aus Deutschland. Wir entwickeln und produzieren hochpräzise Analysengeräte. Immer wieder benötigen wir Spezialteile, die in Deutschland nicht hergestellt werden. Wir werden im nächsten Jahr noch mehr Zeit darauf verwenden, neueste Entwicklungen und Materialien zu recherchieren.
In meinem Unternehmen arbeiten im Einkauf fünf Mitarbeiter. Durch Telefonate und oft mehrere zeitgleich geführte Gespräche ist die Geräuschkulisse ein Dauerproblem. Wir wollen Anfang 2013 die Arbeitssituation durch einen Umzug verbessern.
Bildquelle: Knauer

Volker Pyrtek, Chief Procurement Officer BuyIn, Deutsche TelekomAuch auf Lieferantenseite konsolidieren sich die Märkte. Diese Konsolidierung dürfte sich noch beschleunigen. Die gesamte Telekommunikationsindustrie ist in der Transformation und durchläuft Produktivitätssprünge. In diesem Szenario muss auch der Einkauf ungewöhnliche Wege gehen und an der Kostenschraube drehen. Dies gelingt uns durch unser Joint Venture BuyIN im Einkauf mit France Telecom-Orange.
Bildquelle: Deutsche Telekom