Donnerstag, 01.12.2011
Einkauf

Einkauf nimmt Einfluss auf Risikomanagement

Über zwei Drittel der Unternehmen sehen das Risikomanagement als vorrangige Aufgabe des Einkaufs, um sich gegen Lieferanten-, Rohstoff- und Währungsrisiken abzusichern. Das ergab die *Roland Berger-Studie* "Purchasing Excellence". Gleichzeitig nimmt die Akzeptanz des Einkaufs im Unternehmen zu.

(sts) Über zwei Drittel der Unternehmen sehen das Risikomanagement als vorrangige Aufgabe des Einkaufs, um sich gegen Lieferanten-, Rohstoff- und Währungsrisiken abzusichern. Das ergab die Roland Berger-Studie “Purchasing Excellence”. Gleichzeitig nimmt die Akzeptanz des Einkaufs im Unternehmen zu.

 

Einkauf immer wichtiger

 

54 Prozent der Führungskräfte geben an, der Einkauf arbeite mit anderen wichtigen Unternehmensfunktionen auf Augenhöhe. Vorreiter sind dabei die Industriebereiche Automobilbau, Handel und Elektronik. In 77 Prozent der Fälle wird der Einkauf von der Führungsebene stark unterstützt. In 58 Prozent der Unternehmen verantwortet der Einkauf mittlerweile übergreifende Projekte, um Kosten zu optimieren.

 

„Die Bereiche Einkauf und Beschaffung werden zunehmend genutzt, um sich gegen Währungsschwankungen oder Lieferantenrisiken abzusichern”, sagt Axel Schmidt, Senior Partner von Roland Berger. „Durch die engen Kontakte der Einkäufer zu den Lieferanten und durch ihre guten Kenntnisse des Rohstoffmarktes, sind sie in der Lage, bestimmte Risiken aufzuspüren und zeitig zu handeln.”

 

Alternativen aufbauen und Kommunikationswege verbessern

 

80 Prozent der Unternehmen führen regelmäßig Lieferanten-Audits durch, um von anstehenden Preiserhöhungen zeitig zu erfahren. 62 Prozent bauen sich Beschaffungsalternativen auf, um steigenden Preisen und Währungsschwankungen entgegenzuwirken.

 

Der Einkauf trägt aber auch dazu bei, die Unternehmensperformance zu verbessern. Knapp 80 Prozent der Unternehmen beteiligen deshalb strategisch wichtige Lieferanten bei ihrem Innovationsprozess. Bei der Kostenoptimierung setzen 63 Prozent der Unternehmen auf eine enge Kooperation mit ihren Lieferanten im Bereich der Produktionsmaterialien; bei Nicht-Produktionsmaterialien sind es lediglich 37 Prozent.

 

Für die Studie wurden rund 500 Geschäftsführer, COOs und Einkaufsleiter weltweit befragt.

 

Quellen: Roland Berger, Markt und Mittelstand; Bild:

 

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