Dienstag, 22.01.2013
Ein Drittel der Firmen weltweit erwartet Schwierigkeiten bei den Zulieferungen. Eine Gegenstrategie: Die Lagerkapazitäten erweitern.

Dennis Schmidt/die-medienschmie.de

Ein Drittel der Firmen weltweit erwartet Schwierigkeiten bei den Zulieferungen. Eine Gegenstrategie: Die Lagerkapazitäten erweitern.

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Engpässe bei Zulieferern befürchtet

Rund ein Drittel der Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe geht davon aus, dass es im Jahr 2013 zu Engpässen bei Zulieferern kommen wird. Vor allem der pünktliche Nachschub von Ressourcen bereitet Probleme.

Zwei Drittel der Zulieferer glauben, dass sie 2013 die Kundenbedürfnisse befriedigen können, wie der Manufacturing Outlook Survey der American Society for Quality ergeben hat. Allerdings hat bereits die große Mehrheit der Hersteller (80 Prozent) schlechte Erfahrungen mit Zulieferern gemacht.

Ein Viertel der Firmen sucht sich neue Zulieferer

Mehr als 40 Prozent der Unternehmen suchen bei Problemen den Kontakt zu ihren Zulieferern. Allerdings wendet sich auch rund ein Viertel der Hersteller bei Lieferschwierigkeiten vom bisherigen Partner ab und geht zur Konkurrenz. Immer wichtiger wird die Lagerhaltung, um weltweite Schwankungen ausgleichen zu können. Die Macher der Umfrage empfehlen, bereits im Vorfeld offen über mögliche Verzögerungen zu sprechen und diese wenn möglich auszugleichen. Denn ausgebliebene Warenlieferungen können besonders bei kleinen Firmen schnell die Produktion stören oder sie gar zum Erliegen bringen.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Kommt es zu Engpässen bei Zulieferern, greifen Pläne des Managements, um die Produktion sicherzustellen. Die Kehrseite: Rund ein Viertel der Firmen hat keinen „Plan B“ in der Tasche.

Qualität der Lieferungen ist am wichtigsten

Kaum eine Veränderung zum Vorjahr gab es bei der Frage zu den erwarteten Gewinnaussichten. Rund zwei Drittel der Firmen blicken positiv in die Zukunft und erwarten steigende Gewinne. Fast dieselbe Anzahl schloss 2012 mit gestiegenem Umsatz und höherem Gewinn ab.

Wichtiger als die reine Verfügbarkeit ist der Umfrage zufolge die Qualität der Teile. Es folgen der Preis und der Kundenservice. Stimmen die Lieferzeiten, sind die meisten Kunden zufrieden mit den Ressourcen, die die Zulieferer herstellen. Zwischen 70 und 80 Prozent sind zudem mit dem Preis und der generellen Verfügbarkeit der Waren einverstanden.

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