Montag, 20.04.2015
Die geringsten Risiken für die Lieferkette finden sich in Norwegen.

Bildquelle: Ole-Gunnar Rasmussen / Thinkstock / Getty Images

Die geringsten Risiken für die Lieferkette finden sich in Norwegen.

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So schützen Sie Ihre globalen Lieferketten

Norwegen sicherstes Land in der Lieferkette

Globale Lieferketten deutscher Unternehmen sind anfällig: Ein Ausfall bedroht die gesamte Wertschöpfungskette. Der FM Global Resilience Index hilft dabei, Risiken zu erkennen.

Norwegen ist das Land mit dem geringsten Risiko eines Lieferausfalls. Venezuela steht am anderen Ende der Skala auf Platz 130. Die ersten sechs Plätze werden von europäischen Ländern belegt. Dies ist das Ergebnis des FM Global Resilience Index, der von Oxford Metrica im Auftrag  des Industrieversicherers FM Global berechnet wird.

Auf Norwegen folgt die Schweiz, wobei das skandinavische Land vor allem im Bereich Risikoqualität (geringe Gefährdung durch Elementarrisiken) und die Schweiz hinsichtlich ihrer Infrastruktur punktet. Venezuela schneidet nicht nur in makroökonomischer Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf Risikoqualität und Lieferkette schlecht ab. Den größten Sprung nach oben hat im Vergleich zum Vorjahr Taiwan geschafft: eine Verbesserung um 52 Plätze auf Platz 37 – vor allem das Risikomanagement des Landes hat sich deutlich verbessert. Die größte Verschlechterung ihrer Position haben die Ukraine (von Platz 138 auf 107) und Kasachstan (von 133 auf 102) durchlaufen. Die Ukraine aufgrund der politischen Risiken; in Kasachstan hat sich das Management der Elementarrisiken deutlich verschlechtert.

Resilienz der Lieferkette abhängig von vielen Faktoren

130 Länder vergleicht der kürzlich aktualisierte FM Global Resilience Index hinsichtlich ihrer Resilienz gegenüber Lieferkettenunterbrechungen.  Die Anfälligkeit der Lieferketten wird dabei von den drei Indikatoren Wirtschaft, Risikoqualität und der Lieferkette selbst bestimmt, auf die ihrerseits Faktoren einwirken. Dies ist bei dem Indikator Wirtschaft beispielsweise BIP pro Kopf, das politische Risiko und die Anfälligkeit in Bezug auf Ölknappheit und Preisschocks. Die Risikoqualität wird von der Existenz von Elementarrisiken, sowie der Qualität des Risikomanagements bei Elementar- und Feuerrisiken bestimmt. In den Faktor Lieferkette fließen Informationen über die Korruptionskontrolle und die Qualität der Infrastruktur und sowie der lokalen Zulieferer ein.

Der Index soll den Unternehmen Hinweise darauf gehen, welche  Länder welche Risiken in der Lieferkette aufweisen.„Wir stellen fest, dass Unternehmen, die sich den Index anschauen, Ansatzpunkte für konkretere Überlegungen in Bezug auf ihre Lieferketten finden und im zweiten Schritt dann tiefer in die Analyse einsteigen“, erläutert Hillgraf.