Dienstag, 22.04.2014
Neue Leitlinie für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette in der Automobilindustrie vereinbart.

Bildquelle: Thinkstock / Getty Images

Neue Leitlinie für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette in der Automobilindustrie vereinbart.

Einkauf
Mensch und Umwelt an erster Stelle

Zulieferer sollen nachhaltiger werden

Die Automobilkonzerne Volkswagen, BMW und Daimler haben eine Charta für mehr Nachhaltigkeit ihrer Zulieferer unterzeichnet. Welche Anforderungen genau auf die Zulieferer zukommen.

14 der größten Automobilkonzerne weltweit, darunter Volkswagen, BMW und Daimler haben ein Leitbild für mehr Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten unterzeichnet. Das teilten die Automotive Industry Action Group (AIAG) und Corporate Social Responsibility Europe (CSR Europe) gemeinsam mit. Die darin beschriebenen Standards für Geschäftsethik, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Menschenrechte sollen zukünftig auch von den Zulieferern der Konzerne und deren Zulieferern eingehalten werden.

Erwartungen an Zulieferer

„Menschen und die Umwelt sind die wichtigste Ressource in der Automobilindustrie“, heißt es in den neuen Leitlinien. So sollen etwa Gesetze gegen Korruption beachtet und umgesetzt, der Energie- und Wasserverbrauch gesenkt und Kinderarbeit verhindert werden. Konkrete Vorgaben werden in den Leitlinien allerdings nicht genannt. Erwartet wird, dass die Zulieferer auch innerhalb der Kette ihrer Zulieferer auf die Einhaltung der Vorgaben achten. „Unsere Nachhaltigkeitsanforderungen sind zu beachten und einzuhalten und von unseren Geschäftspartnern an deren Geschäftspartner weiterzureichen“, sagt Christoph Adomat, Pressesprecher Produktion, Werke und Beschaffung bei Volkswagen.

Nachhaltigkeit weltweit fördern

Nachhaltigkeit in den Zuliefererketten spielt bereits seit Jahren eine zunehmende Rolle bei den großen Automobilkonzernen. Volkswagen beteiligt sich beispielsweise bereits seit längerem bei CSR Europe, im vergangenen Jahr unter anderem durch CSR-Liefertrainings in Brasilien, Mexiko und Rumänien. Die jetzt verabschiedeten Leitlinien sollen die Basis für diese kooperativen Projekte sein und knüpfen an eine Vereinbarung aus dem Jahr 2009 an, die von AIAG in den USA geschlossen wurde. Generell steigen auch die Erwartungen der Verbraucher an transparente Lieferketten.

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