Freitag, 03.05.2013
EEG

Eingespeiste Solarenergie wird immer unattraktiver

Die Vergütung für in das Bundesnetz eingespeiste Solarenergie wird auch in den kommenden drei Monaten schrittweise herabgesetzt und bringt den Unternehmen immer weniger ein.

Unternehmen, die Solarenergie in das Stromnetz einspeisen, müssen auch zukünftig mit weiteren Einnahmekürzungen rechnen. Die Bundesnetzagentur hat kürzlich die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen im Zeitraum vom 1. Mai 2013 bis zum 31. Juli 2013 bekannt gegeben. Die EEG-Umlage für eingespeiste Solarenergie soll demnach jeweils zu Monatsbeginn um 1,8 Prozent gekürzt werden.

Solarenergie: Vergütung nach Inbetriebnahme 20 Jahre konstant

Konkret bedeutet das, dass Unternehmen, die beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt im Mai noch ans Netz bringen, die nächsten 20 Jahre 15,63 Cent je Kilowattstunde erhalten.  Ab Juni beträgt die Vergütung nur noch 15,35 Cent je Kilowattstunde. Im Juli will die Bundesnetzagentur die nächsten Tarifanpassungen vornehmen.

Vergütung für Solarenergie sinkt langsamer

Damit geht die Einspeisevergütung allerdings auch langsamer zurück als im vorangegangenen Quartal. Von Februar bis April sank die Vergütung noch um 2,2 Prozent. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, begründet den Rückgang mit den hohen Zubauraten bei Photovoltaik-Anlagen. Demnach bemesse sich die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen an dem im EEG gesetzlich vorgesehenen Zubaukorridor. Dieser sei wieder überschritten worden, jedoch nicht mehr so stark wie zum Zeitpunkt der letzten Festsetzung. Im vergangenen Jahr hat die Bundesnetzagentur noch einen Rekordzubau von 7.630 Megawatt Sonnenleistung registriert.

Im EEG ist ein jährlicher Zubaukorridor für Photovoltaik-Anlagen im Bereich von 2500 bis 3500 Megawatt vorgesehen. Grundsätzlich werden die Vergütungssätze solange um jeweils ein Prozent pro Monat reduziert, bis sich der jährliche Zubau in diesem Korridor bewegt. Die Reduktion der Einspeisevergütung orientiert sich dementsprechend an dem Ausmaß der Überschreitung dieses Zubaukorridors. Liegt der Zubau oberhalb dieses Korridors, wird die Vergütung weiter reduziert. So ist die zusätzliche Kürzung von 0,8 Prozent zu erklären. Folgerichtig würde die Vergütung jedoch auch angehoben, sollte der Zubaukorridor einmal unterschritten werden.

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