Sonntag, 11.11.2012
Stromerzeugung

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Erneuerbare Energien tragen immer stärker zur deutschen Stromerzeugung bei. Nach drei Quartalen beträgt ihr Anteil rund 26 Prozent. Das sind 3,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Sehen Sie, welche Energieträger sich wie entwickelt haben.
WindkraftDie Windenergie bleibt auch 2012 der beliebteste erneuerbare Energieträger in Deutschland. Nach neun Monaten wurden 35 TWh Strom mit Windkraft produziert. Der Anteil der Windenergie am gesamten Stromverbrauch erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr von 8,0 auf 8,6 Prozent.
(Foto: Vestas)BioenergieDie Bundesregierung hat bei der Bioenergienutzung hohe Ausbauziele. Ein Teil davon konnte in den ersten neun Monaten des Jahres bereits verwirklicht werden. Der Anteil der Bioenergie am deutschen Stromverbrauch erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 5,4 auf 5,8 Prozent.
(Foto: MT Energie)Sonstige Erneuerbare EnergienDer einzige Bereich der Erneuerbaren Energien, der im laufenden Jahr nicht zulegen konnte, sind die Sonstigen Erneuerbaren Energien, zu denen beispielsweise Müllkraftwerke gehören. Ihr Anteil an der gesamten deutschen Energieerzeugung blieb stabil bei 0,9 Prozent.
(Foto: Vattenfall) PhotovoltaikDie deutsche Solarbranche machte 2012 nicht nur positive Schlagzeilen. Einige Unternehmen mussten sich dem Wettbewerbsdruck aus China beugen und Insolvenz anmelden. Ungeachtet davon setzte die Photovoltaik ihr massives Wachstum fort. Eine Produktion von 24,9 TWh bedeutet einen Anstieg um 50 Prozent. Damit trug die Solarenergie in den ersten neun Monaten 6,1 Prozent (Vorjahr; 4,1 Prozent) zum Strombedarf in Deutschland bei.
( Foto: Solarworld)WasserkraftEbenfalls gestiegen ist der Beitrag der Wasserkraft zur deutschen Stromerzeugung. Lag dieser in den ersten drei Quartalen des Vorjahres noch bei 3,3 Prozent, beträgt er im laufenden Jahr bislang 3,8 Prozent.
(Foto: Vattenfall)

Der Winter ist in Deutschland angekommen und viele Unternehmen bereiten sich auf Stromengpässe vor.  Die Angst vor dem Blackout ist größer denn je: Wirtschaftsverbände, Energieversorger und Netzbetreiber warnen vor kritischen Situationen. "Hysterie oder Realität?", haben wir Professor Dr. Andreas Löschel gefragt. Der Wissenschaftler leitet den Forschungsbereich "Umwelt- und Ressourcenökonomik" am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und ist seit 2011 Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" der Bundesregierung. Im Gespräch mit Markt und Mittelstand verrät der Experte wie  der Spagat zwischen Netzbelastung und Energiewende gelingen kann und warum Notstromaggregate keine Lösung sind. Mehr zu der Angst vor dem Blackout lesen Sie in der neuen Markt und Mittelstand.

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