Dienstag, 13.08.2013
Ulich Grillo, BDI-Chef: "Dürftiges Management der Energiewende".

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Ulich Grillo, BDI-Chef: "Dürftiges Management der Energiewende".

Energiewende

Unternehmen: Energiewende ist mangelhaft

Die Energiewende wird in Deutschland schlecht umgesetzt. Deutsche Unternehmen und Bürger sind mit dem Management des Atomausstiegs unzufrieden.

Die Hälfte deutscher Unternehmen ist mit der Umsetzung der Energiewende unzufrieden. Sie sehen in der Organisation der Energiewende eine Gefahr für den Erwerb von sicherem, sauberen und bezahlbarem Strom. Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). „Die Unternehmen brauchen sicheren, sauberen und bezahlbaren Strom. Das sehen sie durch das dürftige Management der Energiewende gefährdet“, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo.

50,4 Prozent der Unternehmen geben der Politik die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Für ein „befriedigend“ oder „ausreichend“ sprechen sich 45,3 Prozent aus. Nur 3,4 Prozent benoten das Management der Politik bei der Umsetzung der Energiewende mit „sehr gut“ oder „gut“.
70,6 Prozent der Unternehmen fordern eine europaweite Harmonisierung der Förderung erneuerbarer Energien. „Die Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn sie als europäische Herausforderung begriffen und umgesetzt wird“, sagt Grillo. „Die Chancen der Energiewende sind durchaus da. Die Politik muss aber noch dafür sorgen, dass sie ein Exportschlager werden kann.“
Ähnliche Zweifel an der Umsetzung der Energiewende hat knapp die Hälfte der deutschen Bürger. 48 Prozent der Deutschen sind nach einer Umfrage des Bundesverbands Verbraucherzentralen dieser Auffassung. Immerhin 82 Prozent der befragten Bürger stehen hinter den Zielen der Energiewende.

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