Mittwoch, 22.02.2017
Wie Unternehmen mit Software wertschöpfend arbeiten, war das Thema der von „Markt und Mittelstand“ veranstalteten Gesprächsrunde zwischen Herstellern und Geschäftskunden.

Fotos: Andreas Varnhorn

Wie Unternehmen mit Software wertschöpfend arbeiten, war das Thema der von „Markt und Mittelstand“ veranstalteten Gesprächsrunde zwischen Herstellern und Geschäftskunden.

IT-INITIATIVE MAI 2015

Vorantreiben und bewahren

Was macht Software für Unternehmen so wertvoll? Diese Frage beantworten Anwender und Anbieter in einer Gesprächsrunde, zu der „Markt und Mittelstand“ einlud.

Viel zu häufig haftet der Informationstechnologie der Ruf eines reinen Kostentreibers an. Doch auch in mittelständischen Unternehmen verändert sich diese Einstellung. Eine verstärkt auf die Anwender orientierte IT erhöht ihre eigene Akzeptanz.

Welchen Stellenwert die IT in der Firmenorganisation und in den Geschäftsprozessen einnehmen, zeigt sich bei der Betrachtung von Nutzen und Usability. Neben Buchhaltung und Rechnungswesen geht es um den Geschäftserfolg. Da kommt es auf die User an, die so früh wie möglich einbezogen werden sollen und sich auf funktionierende Prozesse verlassen müssen. Daher sei es wichtig, dass  Software-Neuentwicklungen nicht nur die IT-Abteilung erarbeitet, sondern in Zusammenarbeit mit produktnahen Mitarbeitern agiert, erklären Unternehmensvertreter im Rahmen der Diskussion mit IT-Anbietern.

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Ausschnitte aus der Diskussion:

„Mutig soll die IT-Abteilung eigentlich nicht sein – wenn sie mutig wird, ist irgendetwas im System abgestürzt. Die IT voranzubringen ist das Thema der Geschäftsleitung und nicht der IT-Abteilung, die ja eher Bewahrer ist. Und vielleicht sogar zum Bremser wird.“

Jürgen Litz, Geschäftsführer bei Cobra – Computer‘s Brainware

„Wenn ich eine Investitionsentscheidung treffe, kann ich mir nicht so viele Emotionen leisten. Usability muss ich meinen internen Kunden, den Mitarbeitern, gegenüber verkaufen. Da spielt neben den Geschäftsanforderungen wie CRM auch Akzeptanz eine große Rolle.“

Daniel Krauss, Geschäftsführer von Flixbus

„Neben dem Kostenfaktor ist heute die Bedienbarkeit ein entscheidender Faktor geworden. Eine Software muss schnell und einfach implementierbar und natürlich auch nutzbar sein, gerade weil sie sich im kaufmännischen Bereich nicht mehr ausschließlich an die jeweiligen Fachabteilungen richtet.“

Christian Zöhrlaut, Manager, Sage Software

„Die klassische IT ist wie Strom aus der Steckdose: wenn sie nicht funktioniert, ist die Katastrophe groß. Das Geschäftsmodell braucht den Strom aus der Steckdose, aber keiner, der ein neues Elektrogerät entwickelt, würde sich deshalb in das Kraftwerk setzen.“

Thomas Balgheim, Beirat bei Kobil Systems

„Viele Unternehmen sagen, ich lasse die ‚alte‘ IT bestehen, doch ich richte sie so ein, dass sie mit den neuen Technologien zumindest kommunizieren kann. Dieses Konzept stößt aber auch rasch an seine Grenzen. So lässt sich zum Beispiel zukünftig die Losgröße Eins mit ‚veralteter‘ Unternehmens-IT nicht vernünftig abwickeln.“

Torsten Kreis, Industrieexperte, Sopra Steria

„90 Prozent aller digitalen Daten wurden in den vergangenen zwei Jahren produziert. Wenn 50 Milliarden Geräte unter dem Internet of Things mit dem Internet verbunden werden, ist das eine digitale Überschwemmung. Deshalb ist IT eine Notwendigkeit, die jedes Unternehmen berücksichtigen muss, um erfolgreich handeln zu können.“

Roozbeh Faroughi, IT-Consultant, Axxessio