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Finanzierung > Mittelstand und Banken

Milliardenverlust für den Mittelstand: Banken leiten Zinserträge nur zur Hälfte weiter

| Markt und Mittelstand Redaktion

Mittelständische Unternehmen verzichten auf knapp 2 Milliarden Euro jährlich – obwohl 247 Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten liegen

Prozentzeichen in Ketten
Wie herkömmliche Anlageprodukte ihre Rendite einschränken (Foto: UnitPlus)

20.8.2025 Markt und Mittelstand

Deutschlands Mittelstand lässt jährlich fast 2 Milliarden Euro an Zinsen liegen – weil Banken systematisch zu wenig ausschütten. Das zeigt eine neue Analyse von UnitPlus in Zusammenarbeit mit Barkow Consulting. Laut dem „UnitPlus Tagesgeld-Index für Unternehmen“ reichen Banken aktuell nur etwas mehr als 50 % der EZB-Zinsen an ihre Unternehmenskunden weiter – den Rest behalten sie ein. 

Banken halten an ihren Margen fest

Seit Juni 2024 hat die Europäische Zentralbank den Leitzins schrittweise gesenkt. Auch die Tagesgeldzinsen für Unternehmen sind gesunken – laut dem UnitPlus Tagesgeld-Index von durchschnittlich 1,67 % p.a. im Januar 2025 auf 1,20 % p.a. im Juli. Dieser Rückgang lässt sich jedoch nicht nur durch die fallenden Leitzinsen begründen: Fast die Hälfte der Zinserträge landet bei den Banken – nicht bei den Unternehmen. 

Wie die Grafik zeigt, lag der Leitzins – hier durch die blaue Linie des Euro Short Term Rate (€STR) dargestellt – vor der Finanzkrise 2007/2008 nahezu gleichauf mit den Tagesgeldzinsen für mittelständische Unternehmen. Seit 2022 hat sich dieser Gleichklang jedoch aufgelöst, was für Unternehmen Opportunitätskosten in Milliardenhöhe zur Folge hat. Zudem werden klassische Bankprodukte zunehmend mit zusätzlichen Gebühren belastet. Damit zahlt der Mittelstand doppelt: mit niedrigen Zinsen und steigenden Kosten. 

247 Milliarden Euro liegen brach – Politik schweigt, Banken freuts

Während Bundeskanzler Merz jüngst 61 Vertreter der Initiative „Made for Germany“ im Kanzleramt empfing, war kein Vertreter des Mittelstands eingeladen. Das passt ins Bild: Die entscheidende Säule der deutschen Wirtschaft wird oft übersehen – auch beim Thema Zinsen. Trotz des Zinsdilemmas halten deutsche Unternehmen aktuell 247 Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten – ein historisches Hoch. Geld, das besser arbeiten könnte. 

Ein Aufruf zum Umdenken: Liquidität steuern statt parken

Professionelles Cash-Management ist keine Disziplin mehr nur für börsennotierte Konzerne wie Berkshire Hathaway, den Konzern von Warren Buffett, welcher alleine im Geschäftsjahr 2024 einen Zinsgewinn von über 12$ Milliarden durch das Anlegen der Liquidität am Geld- und Anleihemarkt erzielte. Dank digitaler Lösungen wie UnitPlus Business können mittlerweile auch mittelständische Unternehmen ihre überschüssige Liquidität sicher, flexibel und renditestark wie die größten und erfolgreichsten Konzerne dieser Welt anlegen. 

Hierbei rücken vor allem der Geldmarkt als moderne Lösung für Cash-Management in den Fokus. Diese zeichnen sich im Vergleich zu herkömmlichen Tagesgeldkonten durch folgende Eigenschaften aus: 

  • Rendite im 1. Quartal 2025: durchschnittlich 2,46 % (7-Tage-Rendite) • Täglich verfügbar, ähnlich wie Tagesgeld • Kapital rechtlich als Sondervermögen in voller Höhe vor Insolvenzen geschützt 

Geldmarktfonds investieren in kurzfristige, qualitativ hochwertige Anleihen und Einlagen mit höchster Bonität, ein Modell, das Großkonzerne seit Jahrzehnten erfolgreich nutzen. Jetzt wird dieses Instrument auch für den Mittelstand zugänglich gemacht. 

Mit einem einfachen, digitalen Zugang zum institutionellen Geld- und Anleihemarkt werden Zinsnachteile überwunden. Dadurch steigern Unternehmen ab dem ersten Tag ihre Erträge, verbessern ihren Wettbewerbsfähigkeit und sicheren sich einen Wettbewerbsvorteil. 

Fazit: Wer zu lange parkt, verliert

Tagesgeldkonten mögen bequem sein, haben aber auch ihre Schwächen. In Zeiten geopolitischer Spannungen und einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ist es wirtschaftlich fahrlässig, Potenziale ungenutzt zu lassen. 

Wer heute Liquidität klug steuert, sichert sich Wettbewerbsvorteile von morgen. 

Über UnitPlus

Entwickelt als moderne Lösung für Cash Management ermöglicht UnitPlus Unternehmen einen einfachen und sicheren Zugang zum Geld- und Anleihenmarkt. 

Mit UnitPlus haben Unternehmen dieselben Möglichkeiten, ihr ungenutztes Firmenkapital laufzeitgerecht und profitabel anzulegen wie die erfolgreichsten Konzerne der Welt. 

Für derzeit rund 300 Kunden bietet UnitPlus ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten für kurz-, mittel- und langfristige Kapitalanlagen – branchenübergreifend und flexibel einsetzbar. 

Quelle: UnitPlus

Methodologie & Daten

Der UnitPlus Tagesgeld-Index für Firmenkunden wurde von Barkow Consulting konzipiert, implementiert und auf täglicher Basis berechnet.

Die zugrunde liegenden Zinsdaten stammen aus einer repräsentativen, geschichteten und volumengewichteten Stichprobe der deutschen Bankenaufsicht, die derzeit ca. 200 inländische Banken umfasst. Die Auswahl der Banken erfolgt nach ihrer Größe in der jeweiligen Schicht bzw. Bankenklasse und wird regelmäßig angepasst.

Zusätzlich werden regionale Kriterien bei der Auswahl berücksichtigt. Zur Berechnung des UnitPlus Tagesgeld-Index für Unternehmen verwendet Barkow Consulting klassische Methoden der deskriptiven Statistik in Kombination mit Verfahren des maschinellen Lernens. 

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