Dienstag, 25.01.2011
Finanzierung
Konjunktur

Aufschwung 2011 noch nicht zu Ende

Kräftiges Wachstum prophezeit der *Deutsche Sparkassen- und Giroverband* (DSGV) der deutschen Wirtschaft auch über 2011 hinaus. Hintergrund ist die zunehmende Investitionsdynamik.

Gut die Hälfte der Sparkassen berichten von einer Zunahme der Investitionsfinanzierungen im Mittelstand. Dabei habe sich der Anteil der Erweiterungsfinanzierungen auf 24,8 Prozent nahezu verdoppelt. „Das zeigt, dass der Mittelstand nicht nur mit einem weiterhin kräftigen, sondern auch breiten und über das Jahr 2011 anhaltenden Aufschwung rechnet“, erklärt Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), anlässlich der heutigen Vorstellung der Studie Diagnose Mittelstand 2011.
Für 2011 hält Schackmann-Fallis einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von rund 2,5 Prozent im für realistisch. Neben steigender Investitionen, ist die sinkende Arbeitslosigkeit der treibende Faktor. Der DSGV geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Jahresmittel 2011 deutlich unter drei Millionen sinken wird. Mit rund 7 Prozent wäre die Arbeitslosenquote dann auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Der positive Trend zieht sich durch alle Branchen. Der Maschinenbau hat in 2010 ein Wachstum von 6,5 Prozent erreicht, die Automobilindustrie wuchs um 15 Prozent und der Einzelhandel konnte das Jahr mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent abschließen.

Erfolgreiches Krisenmanagement

Dies ist das Ergebnis erstklassigen Krisenmanagements: „Nach Auswertung
der Firmenbilanzen wissen wir, dass es den Unternehmen auch im schlimmsten Krisenjahr 2009 quer durch alle Größenklassen gelungen ist, ihre Kapitalbasis zu stärken“, berichtet Schackmann-Fallis. Die Eigenkapitalquote der Unternehmen sei im Durchschnitt von 12,8 auf 15,6 Prozent gestiegen. Die immer wieder befürchtete Kernschmelze der Kapitalbasis habe nicht stattgefunden, Unternehmer hätten in der schwierigen Zeit offenbar verstärkt auf private Reserven
zurückgegriffen.
Zwar hätten die Umsatzrückgänge im Jahr 2009 zu sinkender Rentabilität und steigendem relativen Personalaufwand geführt, aber dies sei eine richtige Investition in die Zukunft gewesen. „Gerade die Entscheidung der Unternehmen, ihre Mitarbeiter über den Abbau von Arbeitszeitkonten oder über Kurzarbeit weiter zu beschäftigen, hat den jetzigen Aufschwung erst möglich gemacht, sagt Schackmann-Fallis.
Quelle: DSGV, Markt und Mittelstand