Montag, 11.03.2013
Finanzierung
Auslandsinvestitionen

Deutsche Unternehmen nutzen DEG

Immer mehr deutsche Unternehmen interessieren sich für die Auslandsinvestitionen der DEG. Doch bei der Suche nach dem billigsten Produktionsstandort hilft die Tochter der KfW Bankengruppe nicht weiter.

Eine wachsende Zahl an deutschen Unternehmen entdeckt die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) als Finanzierungspartner für ihre Auslandsinvestitionen. Etwa 182 Millionen Euro hat die Tochtergesellschaft der KfW Bankengruppe dafür 2012 bereitgestellt. Das ist nahezu doppelt so viel wie im Jahr zuvor, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Neue Auslandsmärkte in Asien und Afrika

Ein Sprecher der DEG-Geschäftsführung, Bruno Wenn, ist davon überzeugt, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. „Gerade in der mittelständischen Wirtschaft wächst das Interesse. Viele Unternehmen sehen die Chancen, die ihnen Entwicklungs- und Schwellenländer als Absatzmärkte versprechen.“ Bei der Suche nach den billigsten Produktionsstandorten ist die DEG allerdings der falsche Ansprechpartner. Investitionen, mit denen die Produktion aus Deutschland verlagert werden soll, sind nicht in den Fördermaßnahmen der DEG vorgesehen. Im Mittelpunkt stünden aufstrebende asiatische Staaten wie Kambodscha, Laos und Indonesien. In Afrika richte sich der Fokus aus Nigeria, Äthiopien und Ghana .  In Nordafrika seien die Investitionen allerdings fast zum Erliegen gekommen, weil die instabilen Verhältnisse viele Investoren verunsicherten.
Chancen ergeben sich aus den Projekten der DEG auch für deutsche Unternehmen als Zulieferer. Mit einem Großteil der Darlehen kauften die afrikanischen Länder vergangenes Jahr vermehrt ihre Maschinen aus Deutschland.

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