Mittwoch, 17.07.2013
Familienunternehmen erzielen einen niedrigeren Börsenpreis bei einem IPO.

Börse Stuttgart

Bei Familienternehmen ist der Emissionspreis bei einem Börsengang niedriger als bei anderen Kapitalgesellschaften.

Finanzierung

Familienunternehmen erzielen niedrigeren Preis bei Börsengang

Familienunternehmen akzeptieren eine niedrigere Bewertung im Börsengang. Dahinter stecken strategische Gründe.

Der Preisabschlag von Familienunternehmen ist im Schnitt rund zehn Prozent höher als jener von nicht-familiengeführten Firmen. Das belegen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und dem Institut für Familienunternehmen der WHU-Otto Beisheim School of Management. Dahinter stecken strategische Entscheidungen.

 

Börsengang: Familienunternehmen bedenken nicht-wirtschaftlichen Nutzen

Das Verhalten der Familienunternehmen beschreibt Peter Bartels, PwC-Vorstand und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC, als einen strategischen Schachzug, „um beispielsweise den Einfluss der Familie auch nach einem Börsengang sicherzustellen“. Professor Sabine Rau, Leiterin des Lehrstuhls für Family Business an der WHU ergänzt: "Familienunternehmen denken generationenübergreifend, daher vermeiden sie - wann immer möglich - eine Schädigung der Reputation von Unternehmen und Familie, da diese langfristig deutlich teurer ist als der kurzfristige Verzicht auf einen maximalen Ausgabekurs.“

Börsengang: Niedrigere Bewertung bietet größere Kurschancen

Die niedrigen Initial Public Offerings (IPOs) der Familienunternehmen erregen die Aufmerksamkeit von Akteuren am Kapitalmarkt. Denn: Die strategisch belegbare Unterbewertung der Familienunternehmen bietet größere Kurschancen.
Der Preisabschlag eines Unternehmens beschreibt die Differenz zwischen dem erzielten und dem möglichen Emissionspreis. Für die PwC-Studie wurden 153 Börsengänge deutscher Unternehmen in den Jahren von 2004 bis 2011 analysiert. Der Wert des Preisabschlages ergab sich in aus der am ersten Handelstag erzielten Rendite der Neuausgaben an Wertpapieren.

 

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