Donnerstag, 27.06.2013
Weltweit betrachtet sind die Investitionen 2012 gegenüber des Vorjahrs um 18 Prozent auf 1,35 Billionen Dollar zurückgegangen.

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Weltweit betrachtet sind die Investitionen 2012 gegenüber des Vorjahrs um 18 Prozent auf 1,35 Billionen Dollar zurückgegangen.

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Investitionen: Deutschland verliert Top-Position

Für ausländische Investoren ist Deutschland nicht mehr eines der attraktivsten Investitionsziele. Deutsche Unternehmen tätigten jedoch mehr Investitionen im Ausland als im Vorjahr.

Die Investitionen in Deutschland sind 2012 drastisch gesunken und damit zählt die Bundesrepublik unter ausländischen Investoren nicht mehr zu den attraktivsten Investitionszielen. Investoren aus Deutschland setzten dagegen mehr Kapital im Ausland ein als im Vorjahr, berichtet das Handelsblatt und bezieht sich damit auf den am Mittwoch in Genf veröffentlichten Weltinvestitionsbericht 2013 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Demnach bleiben die USA das  attraktivste Land für internationale Unternehmen und sind zugleich Weltmeister bei Auslandsinvestitionen.  Gewinner sind vor allem die Entwicklungsländer, die zum ersten Mal mehr Direktinvestitionen verbuchten als die Industriestaaten.

Investitionen nach Deutschland sinken um ein Vielfaches

Die Investitionen nach Deutschland brachen von 49 Milliarden Dollar auf nur noch 6,5 Milliarden Dollar ein, was lediglich Rang 39 in der Weltliste bedeutet. Damit steht Deutschland zum ersten Mal seit Jahren nicht mehr in der Gruppe der 20 attraktivsten Standorte für ausländische Direktinvestitionen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa äußerte sich der Leiter der zuständigen UNCTAD-Abteilung, Jörg Weber: „Der Rückgang ist drastisch, aber kein Grund zur Panik“. Die Ursachen seien Sondereinflüsse. So hätten 2012 mehrere ausländische Tochterunternehmen in Deutschland ihren Muttergesellschaft geliehene Gelder zurückgezahlt. Das ließe die Summe der Investitionen verringern.
Weltweit betrachtet sind die Investitionen 2012 gegenüber des Vorjahrs um 18 Prozent auf 1,35 Billionen Dollar zurückgegangen. Damit sanken die Investitionen unter das durchschnittliche Jahresniveau vor der Finanzkrise 2007 mit 1,49 Billionen Dollar. Die Konjunkturerholung schreitet demnach langsamer voran als erhofft. Hauptgründe dafür sind dem Bericht zufolge vor allem anhaltende wirtschaftliche Schwächen und politische Unsicherheiten in vielen Teilen der Welt.

Auslands-Investitionen: Deutschland auf Platz 6

Unterdessen sind die Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland, nach einem Rückgang 2011,  deutlich gestiegen. Deutschland klettert damit in der Liste der 20 Top-Investoren mit 67 Milliarden Dollar vom 11. auf den 6. Platz. Auch innerhalb dieses Rankings liegen die USA mit Investition von 329 Milliarden Dollar vorne. Auf Platz 2 hielt sich Japan mit 123 Milliarden Dollar. Die Aussichten für die kommenden Jahre sind der UN-Wirtschaftsorganisation zufolge gut, denn die Konzerne werden höchstwahrscheinlich ihre krisenbedingte Zurückhaltung aufgeben. Dadurch könnten die weltweiten Investitionen 2014 auf 1,6 Billionen und 2015 auf 1,8 Billionen Dollar steigen.

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