Montag, 27.09.2021

Shutterstock/Iaroslav Neliubov

Wie lassen sich die Risiken der Supply Chain aktiv managen?

Finanzierung
Gastbeitrag

Lieferketten im Fokus: So lassen sich Unsicherheiten reduzieren

Corona hat erneut gezeigt, auf was es in der Krise ankommt: Transparente Prozesse, Sicherstellung der Lieferketten und ausreichend Liquidität. Die Absicherung der eigenen Supply Chain bringt gerade in volatilen Märkten Stabilität, um die Belastbarkeit von Planungsszenarien erhöhen zu können.

In Verhandlungen zwischen Abnehmer und Lieferanten werden dem Käufer oftmals Zahlungsziele gewährt, die eine klassische Lieferantenfinanzierung darstellen. Im Zuge des Risikomanagements sichert der Lieferant die daraus entstehenden Forderungen in der Regel bei einer Warenkreditversicherung auf die Bonität des Abnehmers gegen Ausfall ab. Da das Vertragsverhältnis zwischen Warenkreditversicherung und der Vielzahl der Lieferanten des Abnehmers einzeln besteht, hat der Abnehmer weder Übersicht noch Einfluss, ob und welche Kreditlimits auf ihn ausgegeben werden.

Aus dieser für den Abnehmer unbefriedigenden Situation können Risiken entstehen. In Engpass-Situationen oder bei unterjährig starkem Wachstum kann eine ineffiziente Einzellimit-Verteilung die Neuausreichung für Lieferanten blockieren, die dem Abnehmer (längere) Zahlungsziele ermöglichen würden.

Die Lösung: Zentrale Delkredere-Absicherung für Abnehmer

Die Fintech-Plattform Delfactis dreht den Spieß um und ermöglicht Abnehmern mit Einkaufsvolumina ab 20 Mio. Euro, den Driver Seat zu übernehmen. Mit der zentralen Delkredere-Absicherung, die Ihren Ursprung in der Optimierung von Zahlungsströmen in Einkaufsgemeinschaften hat, wird dem Käufer die Möglichkeit gegeben, Risiken seiner Supply Chain aktiv zu managen. Dabei wird ein sogenanntes Gesamtlimit des Abnehmers in Zusammenarbeit mit Delfactis über eine oder mehrere Warenkreditversicherer vereinbart, um in der Expansion oder in Engpass-Situationen proaktiv handeln zu können. Im beschriebenen Modell lassen sich zahlreiche Vorteile, sowohl für Abnehmer als auch für seine Lieferanten, identifizieren.

Welchen Mehrwert gibt es?

"Unsere Kunden profitieren vom Wegfall jeglicher Liefer- und Limit-Beschränkungen, wodurch der Lieferant den Abnehmer unbeschränkt versorgen kann", sagt Martin Kötje, Vorstand der Delfactis AG.
Durch das Einschalten des BaFin-regulierten Zahlungsinstituts profitieren Abnehmer zudem durch dessen Finanzkondition, die bei Versicherern für seine Lieferanten erwirkt wird. Gleichzeitig erhält der Lieferant eine Absicherung der Forderungen zu 100 Prozent, die unmittelbar bei Zahlungsverzug greift. Verglichen mit herkömmlichen Modellen werden in der Regel Absicherungen zwischen 60 und 80 Prozent angeboten, wobei meist erst im Insolvenzfall ausgezahlt wird.

Da Schäden durch Cyber-Kriminalität Jahr für Jahr stark ansteigen, schätzen Kunden außerdem die zusätzliche Kontroll- und Anti-Fraud-Funktion des Zahlungsdienstleisters, der einen automatisierten Abgleich der Zahlungsdetails durchführt. Das Risiko betrügerischer oder fehlerhafter Buchungen kann dadurch deutlich reduziert werden.

Gerade als Alternative oder Mischung kann die zentrale Delkredere-Absicherung im Bereich Supply Chain Finance & Insurance großen Sinn ergeben. Sie führt zu Transparenz sowie einer günstigen Konstellation auf der Abnehmerseite und ermöglicht dem Lieferanten, seine Forderungen vollumfänglich zu sichern, um in Zeiten knapper Rohstoffe belastbare Lieferbeziehungen aufrecht zu erhalten.

Lieferanten, die anstatt der Forderungsabsicherung lieber direkt auf Liquidität zugreifen möchten, bietet Delfactis optional über Reverse Factoring eine sofortige Auszahlung nach Rechnungsstellung an.
Zu den über 2.100 branchenübergreifend und weltweit aktiven Kunden zählen unter anderem die B2B-Beschaffungsplattform Mercateo und der Lebensmittelhersteller Schwartau.

2020 © Markt und Mittelstand · Alle Rechte vorbehalten.

Der Newsletter für Unternehmer – jeden Donnerstag in Ihr Postfach

NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN