Mittwoch, 27.01.2016
Mittelständler, die beispielsweise ganze Autoflotten leasen, sind besonders betroffen von der neuen Leasingbilanzierung IFRS 16.

Bildquelle: welcomia/Thinkstock/Getty Images

Mittelständler, die beispielsweise ganze Autoflotten leasen, sind besonders betroffen von der neuen Leasingbilanzierung IFRS 16.

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Neue Leasingbilanzierung: Mittelstand in der Pflicht

Der neue Standard zur Leasingbilanzierung IFRS 16 ist veröffentlicht, er wird die Finanzabteilung ganz schön umkrempeln. Was auf die Unternehmen jetzt zukommt.

Viele Jahre hat der Standardsetzer IASB diskutiert, geändert, verworfen und angepasst, jetzt wurde der neue Standard zur Bilanzierung von Leasingverträgen endlich veröffentlicht. Er trägt den Namen IFRS 16 und muss ab 1. Januar 2019 verpflichtend anwendet werden.

Für viele Mittelständler, die neben HGB auch nach IFRS bilanzieren müssen, ist das keine gute Nachricht, denn die neue Bilanzierungsregel schränkt den Gestaltungsspielraum massiv ein. Die größte Änderung: Es wird künftig nicht mehr möglich sein, Leasingverpflichtungen außerhalb der Bilanz abzubilden. Stattdessen müssen alle Schulden, die beispielsweise aus dem Leasing von Autoflotten oder Stellflächen entstehen, auch in der Bilanz sichtbar gemacht werden. Das wird bei vielen Unternehmen die Schulden hochtreiben und wichtige Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote verschlechtern.

Auf welche Änderungen sich Unternehmen künftig konkret einstellen müssen, mit welchen Folgen Leasingnehmer rechnen müssen und welche Hintertürchen es noch gibt, können Sie bei unserem Schwestermagazin FINANCE nachlesen.