Donnerstag, 14.02.2013
Finanzierung
Anleihen

Unternehmen: Anleihenmarkt statt Kredite

Anstatt Kredite bei den Banken aufzunehmen, beschaffen sich immer mehr europäische Unternehmen Geld am Anleihenmarkt. Die Höhe der ausstehenden Schuldpapiere lag im Dezember bei 990 Milliarden Euro.

Die Unternehmen der Eurozone nehmen immer weniger Kredite bei den Banken auf. Da diese ihre Kreditanforderungen in den vergangenen Monaten stark verschärft haben, setzen die Unternehmen nun vermehrt auf die Emission eigener Anleihen. Das schreibt das Internetportal „Deutsche Mittelstands Nachrichten“ und beruft sich dabei auf Zahlen der Europäische Zentralbank (EZB). Mit einer Summe von 990 Milliarden Euro stiegen die ausstehenden Schuldpapiere im Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent. Das sei der höchste Anstieg seit Mai 2010.

Anleihen von Unternehmen attraktiv für Investoren

Der Versuch von EZB-Chef Mario Draghi, die Banken mittels Geldschwemme zur Kreditvergabe zu bewegen, sei  damit nach Einschätzung des Portals gescheitert. Die Anzahl der Anleihen von Unternehmen stieg schnell, während die Kredite der Banken an europäische Unternehmen einbrachen. Im Dezember 2012 standen Unternehmen bei den Banken mit 4,5 Billionen Euro in der Kreide. Das ist ein Rückgang um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Derzeit sind Unternehmensanleihen bei Investoren sehr gefragt, wodurch die von den Unternehmen zu zahlenden Zinsen so tief liegen wie nie zu vor. Mit den Unternehmensanleihen erzielen die Investoren heute höhere Gewinne, als mit dem Kauf von Staatsanleihen.

2022 © Markt und Mittelstand · Alle Rechte vorbehalten.

Der Newsletter für Unternehmer – jeden Donnerstag in Ihr Postfach

NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN