Dienstag, 19.11.2019
Gefahren im Unternehmen: Die Produktion und Verwendung von Lacken kann Umweltschäden verursachen.

Foto: iStock/ DuxX

Gefahren im Unternehmen: Die Produktion und Verwendung von Lacken kann Umweltschäden verursachen.

Finanzierung
Policen und Kosten im Blick behalten

Gewerbeversicherungen optimieren: Wie ein Mittelständler vorgeht

Für die allermeisten Risiken gibt es eine passende Gewerbeversicherung. Weil nicht jede Police für jedes Unternehmen Sinn ergibt, wählt der Maschinenbauer Baljer & Zembrod mit Bedacht aus – und verzichtet bewusst in manchen Bereichen auf den Schutz.

Einen Maschinenversicherung? Die braucht er nicht. Peter Schaeidt hat seine Gründe. „Unsere Maschinen sind über die Sachversicherung abgesichert“, erläu­tert der Geschäftsführer von Baljer & Zembrod, einem mittelständischen Hersteller von Holzbear­beitungsmaschinen für Sägewerke sowie elektrobe­triebener Umschlagtechnik für die Holz- und Recyc­lingbranche. In den Werkshallen des Unternehmens aus dem baden-württembergischen Altshausen ste­hen nämlich vor allem Schweißgeräte, Drehbänke und Großbohranla­gen. 

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Der 1951 gegrün­dete Mittelständler erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 80 Mitarbeitern und Vertriebsniederlas­sungen in Frankreich, Tschechien und Polen einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro. Die Auswahl der Gewerbeversicherungen ist exakt auf die eigenen Bedürf­nisse abgestimmt: Die Sachversicherung, die das Unternehmen vor Schäden am betrieblichen Ver­mögen schützt, ist als sogenannte Allgefahren­deckung für Elementarschäden wie etwa Sturm, Hagel und Überschwemmungen abgeschlossen. 

Als „genauso wichtig“ bezeichnet der Geschäftsführer seine Betriebs- und Umwelthaftpflichtpolice. „Hier haben wir unter anderem unsere Lacke aufgenom­men“, sagt Schaeidt. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung durch Feuer hat Baljer & Zembrod für die Maximaldauer von zwölf Monaten abgesichert.

Außerdem gibt es eine Elektronikpolice, eine Transportversicherung sowie eine Gruppenunfall- und eine Auslandskran­kenversicherung für die Mitarbeiter. Seit Sommer 2018 neu dabei: eine Versicherung gegen Cyber­kriminalität. In Anspruch nehmen musste Schaeidt seine Versicherungen noch nicht: „Wir hatten bisher keine größeren Schadensfälle.“ Dennoch geht er lie­ber auf Nummer sicher.